Gelungene Premiere Radmarathon

Tannheim - Überrascht, aber hochzufrieden zeigten sich die Veranstalter des ersten Rad-Marathon aus dem Tannheimer Tal. 1112 Anmeldungen sind eingegangen und die Teilnehmer zollten der Premiere-Veranstaltung allerhöchste Anerkennung. Top Organisation, tolle Strecken und der vorbildliche Einsatz aller Helfer. Einzig der Herzinfarkt Todesfall eines Teilnehmers am Hahntennjoch trübte den Rad-Marathon.

„Wenn zur Premiere 500 Radler am Start stehen, sind wir zufrieden“, antwortete OK-Chef Michael Keller im Januar auf die Frage wie viele Starter es wohl werden. Es sollten dann am 12. Juli über das Doppelte sein. 600 gingen über die Marathon-Distanz von 230 km an den Start. Hier wartet mit dem Flexen- und Arlbergpass, sowie dem Hahntennjoch und zum Abschluss der Gaichtpass vier ordentliche Steigungen. Wer die 130 km Strecke fuhr, hatte eine Flachetappe mit dem Schlussanstieg auf den Gaichtpass gewählt. Und die Berggemsen entschieden sich für die 63 km Distanz, denn hier waren mit Hahntennjoch und Gaichtpass immerhin knapp 1.500 Höhenmeter zu überwinden. Was alle Teilnehmer, neben den sportlichen und landschaftlichen Reizen zu schätzen wussten, war der Service rund um die Veranstaltung. Organisation und Verpflegungsstationen umsorgten die Teilnehmer bestens und wurden allseits für ihren großen Einsatz gelobt. Auch die Sicherungskräfte der Feuerwehren, Polizei und des Begleittross entlang der Strecke, sowie die Mitarbeit des Roten Kreuz leisteten tolle Arbeit. Bei den Zieleinläufen waren viele der heimischen Radasse ganz vorne zu finden. Vor allem auf der 230km Strecke gab es lange harte Positionskämpfe, ehe das Hahntennjoch die Entscheidung herbeiführte. Bei den Herren siegte in der Zeit von 6:32,46 Stunden, das entspricht einem Stundenmittel von genau 35 km/h, der Oberösterreicher Tortorolo Christian vor Christian Strebl (GS Allgäu) aus Vils. Dritter wurde der Südtiroler Armin Plank vor Peter Presslauer (s´Radhaus Lechaschau), ebenfalls aus Vils. Auf der 130 Kilometer- Distanz siegte bei den Herren Andreas Prokop (SC Rettenberg) vor Martin Silgener (s´Radhaus Lechaschau) und Ferdinand Ganser (RSC Kempten). Sie erreichten ein Stundemittel von 39,2 km/h. Bei den Damen war Skarabela Carola (Fahrrad News) siegreich, gefolgt von Daniela Schalk (mountain-rider) und Carolina Olufemi (Black Power). Der Siegerschnitt der Damen betrug 38,5 Stundenkilometer. Leider überschattete ein tragisches Ereignis den Radmarathon. Als ein 45jähriger Teilnehmer aus Baden-Würtemberg die Passhöhe des Hahntennjochs erreichte, fiel er vom Rad. Innerhalb von wenigen Sekunden war das, bei der Labestation stationierte Rettungsteam bei ihm und begann mit den Erste-Hilfe Maßnahmen und der Reanimation. Ein zweites Rettungsteam, das ebenfalls vor Ort war, unterstützte die Ersthelfer bei den Reanimationsmaßnahmen. Wenige Minuten später traf das Notarztteam des „Christophorus 5“ des ÖAMTC ein und flog den Teilnehmer ins Krankenhaus nach Zams, wo er im Schockraum des Krankenhauses verstarb. Der Veranstalter bedauert den tragischen Tod des Teilnehmers sehr.

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