Hörnerbahn Bolsterlang: Fischen steigt ein

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Froh über den Schulterschluss zeigen sich Fischens Bürgermeister Edgar Rölz (von links), seine Bolsterlanger Kollegin Monika Zeller und Hörnerbahn-Geschäftsführer Wilfried Tüchler.

Bolsterlang / Fischen – Als „ein Zeichen gelebter Zusammenarbeit“ betrachten die Betreiber und Teilhaber der Bolsterlanger Hörnerbahn den jetzt vollzogenen Einstieg der größten Hörnerdörfer-Gemeinde, Fischen, in das Unternehmen.

Die Kommune wandelte die Hälfte des Darlehens in Höhe von 100 000 Euro, das der Bergbahn-Gesellschaft vor drei Jahren gewährt worden war, in eine feste Einlage um.

Bei der „Runderneuerung“ der Bolsterlanger Hörnerbahn hatten Kommune, Betreibergesellschaft, Investoren und die Bürger 2,4 Millionen Euro aufgebracht. „Die Gemeinde Fischen hat sich damals mit einem Baustein von 100 000 Euro beteiligt – auch als Zeichen, dass der größte Ort der Hörnerdorfer zum Wintersport und Tourismus steht“, unterstreicht Fischens Bürgermeister Edgar Rölz. Als „klares Bekenntnis, dass wir den Wintersport brauchen“, will Rölz das Engagement der Gemeinde verstanden wissen. „Wir brauchen die Bergbahnen auch in Zukunft.“

Die Beteiligung an der Hörnerbahn sei „ein guter Schritt“ und er sehe die Hörnerdörfer gut aufgestellt. „Wir haben ohnehin längst einen Ganzjahrestourismus und ein anderes Publikum als vor einer Generation“, betont Rölz weiter. Es gebe inzwischen auch ein Winterpublikum, das nicht unbedingt Skifahren wolle. Die Hörnerdörfer bieten zudem für Urlausbsgäste einen kostenlosen Bustransfer zu den Liften – egal ob für klassische Skifahrer oder Winterwanderer und Tourengänger. Rölz: „Wir reden nicht vom Miteinander, wir versuchen, es im Alltag zuleben.“

Dieser Schulterschluss der Kommunen werde immer wichtiger, unterstreicht auch Bolsterlangs Bürgermeisterin Monika Zeller. Geschäftsführer Wilfried Tüchler verweist auf eine trotz des verspätet einsetzenden Winters „passable Saison“ mit Betrieb von Ende November bis Anfang April. Dazu bedürfe es einer schlagkäftigen Beschneiungstechnik und Top-Pistenpräparation. „Solange es geht, wird der Skifahrer auch Skifahren wollen“, gibt sich Tüchler optimistisch, dass das Kapital bei der Hörnerbahn gut angelegt sei. Es wird weiter investiert: auf dem Programm ganz oben steht die Gastronomie für die Gipfelstation der neuen Weiherkopfbahn.

Josef Gutsmiedl

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