Gemeindefest als Lutherfest in Oberstaufen

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In einem Theaterstück wurde das Leben Martin Luthers erzählt.

Oberstaufen – Ein gelungenes Gemeindefest als Lutherfest im Jubiläumsjahr der Reformation feierte die evangelische Kirchengemeinde Oberstaufen in diesem Jahr. Den Auftakt machte am Freitagabend ein Konzert mit der Gruppe Disco 54 um Ralf Felle.

Auch wenn das Konzert aufgrund der Witterung in das Gemeindehaus verlegt werden musste, heizten die vier Musiker aus dem Allgäu den Besuchern richtig ein. Begeistert wurde zur Musik von Kool and the Gang, Diana Ross, den Bee Gees und vielen anderen da Tanzbein geschwungen und die Tanzfläche „gerockt“. 

Kanzelrede von Bischof Huber 

Am Samstag war dann ein ganz besonderer Gast in der Gemeinde zur Kanzelrede: der ehemalige Ratsvorsitzende der EKD und Bischof von Berlin-Brandenburg, Bischof Huber. In seiner Kanzelrede unter dem Motto „Vertraut den neuen Wegen – 500 Jahre Reformation“ forderte er auf, vertrauensvoll in die Zukunft zu blicken „Die Zukunft ist Gottes Land“, so Huber. Klare Worte fand er auch zum Thema Ökumene , wo seine Vision nicht eine „uniforme Einheitskirche“ sondern eine Kirche in versöhnter Verschiedenheit sei.

Im Anschluss an den Gottesdienst ließ es sich Bischof Huber nicht nehmen, zusammen mit Pfarrer Wagner in Anlehnung an den Spruch „und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“ – der im Übrigen nicht von Martin Luther stammt – ein Apfelbäumchen vor der Heilig-Geist-Kirche zu pflanzen. Im Anschluss daran lud die Gemeinde zu einem Empfang ins Gemeindehaus und Bischof Huber stellte sich dort den Fragen von Pfarrer Frank Wagner und Judith Wagner: über das Thema Kirchentag und die Bedeutung Bonhoeffers für die Jugend bis zum Thema „Ehe für alle“ wurde der Bogen gespannt, und es war ein Erlebnis, Bischof Huber mit seinen sehr fundierten Antworten im Gespräch zu erleben. 

Gemeindefest als Lutherfest 

Am Sonntag gestaltete dann die Kirchengemeinde ihr Gemeindefest als Lutherfest. Den Auftakt bildete ein Familiengottesdienst, bei dem Kinder, Konfirmandeninnen und Konfirmanden Szenen aus dem Leben der jungen Katharina von Bora spielten, unter anderem wie es war, als Katharina als kleines Mädchen ins Kloster kam. Nach dem Gottesdienst wehte dann mittelalterlicher Flair über den Platz vor dem Gemeindehaus – vor allem durch die musikalische Gestaltung durch die Beinhausmusik aus Gunzesried, Speisen wie aus dem Mittelalter und Spielen für Kinder wie zu Luthers Zeiten. 

Den Höhepunkt des Festes bildete dann das Theaterstück „Die Frau aus dem Heringsfass“, das Mitglieder des Kirchenvorstandes und Mitarbeiter aus der Gemeinde unter der Regie von Margrit Aufmuth einstudiert hatten. In fünf Szene wurde darin erzählt, wie Katharina von Bora mit anderen entflohenen Nonnen aus dem Kloster in Heringsfässern zu Luther nach Wittenberg kam, wie Luther zusammen mit seinem Freund, dem Stadtpfarrer Bugenhagen, sich darum mühte, die Damen unter die Haube zu bringen und letztendlich sich entschloss, Katharina von Bora zu heiraten; wie sich der Haushalt der Luthers gestaltete und wie schließlich Familie Luther mit seinen Kindern das Leben im ehemaligen schwarzen Kloster gestaltete. Besonders Annette Matt begeisterte die Zuschauer in der Rolle als Katharina Luther und die Aufführung riss am Ende mit allen anderen Mitspielern die Zuhörer zu Beifallsstürmen hin.

Gemeindefest in Oberstaufen

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