1. kreisbote-de
  2. Lokales
  3. Sonthofen

eCarsharing-Angebot

Erstellt:

Kommentare

eAutos in Kempten beim Laden
Die Tests in mehreren Gemeinden verliefen im vergangenen Jahr durchweg positiv. © eza!

Oberallgäu – Die Menschen im ländlichen Bereich sind in vielen Lebenssituationen auf das Auto angewiesen. Darum arbeiten acht Oberallgäuer Gemeinden zusammen mit dem Landkreis Oberallgäu an nachhaltigen Mobilitätsalternativen zum Auto mit Verbrennungsmotor, beispielsweise an einem Carsharing-Konzept für Elektroautos. Die Planungsphase des Projekts wurde vom Amt für ländliche Entwicklung Schwaben gefördert, für seine Umsetzung müssen die Kommunen selber aufkommen.

Mittlerweile haben alle Gemeinderäte ihre Zustimmung dafür erteilt. „Über die Offenheit der Gemeinderäte für die neuen Mobilitätslösungen freue ich mich“, kommentierte Landrätin Indra Baier-Müller die Gemeinderatsbeschlüsse. „Das zeigt uns, dass es richtig war, das AllgaEu-mobil-Projekt zu konzipieren. Nun bin ich sehr gespannt, wie viele Nutzerinnen und Nutzer sich finden, die einen Beitrag zum sparsamen Umgang mit Ressourcen leisten wollen – ein Thema das jeden Tag an Bedeutung gewinnt.“

Reges Bürgerinteresse

Vorausgegangen waren im vergangenen Jahr Tests in verschiedenen Projekt-Kommunen. Dabei sollte den interessierten Bürgerinnen und Bürgern Elektromobilität und Carsharing erlebbar gemacht werden. Beim Carsharing werden Autos gemeinschaftlich genutzt und ganz modern per Handy-App erst gebucht und dann auch geöffnet. Das Interesse am Angebot im Rahmen des AllgaEu-mobil-Projekts, das vom Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!) geleitet wird, war überaus positiv.

Nachdem die Gemeinderäte nun grünes Licht gegeben haben, geht es jetzt um die konkrete Umsetzung des E-Carsharing-Modells vor Ort. In Altusried, Buchenberg, Dietmannsried, Durach, Wiggensbach und Wildpoldsried soll den Bürgern jeweils ein Elektroauto zum Mieten angeboten werden. In Waltenhofen plant man sogar mit zwei E-Autos. In Oberstaufen hat der Gemeinderat vorbehaltlich ausreichenden Interesses ebenfalls für ein Carsharing-Angebot gestimmt.

Voraussetzung in allen Gemeinden dafür ist allerdings, dass sich jeweils 25 Bürger pro Auto vorregistrieren. „Wer sich vorregistriert, spart sich die einmalige Anmeldegebühr“, erklärte Tobias Sirch vom gleichnamigen Autohaus, das die Fahrzeuge zur Verfügung stellt. Mit der Vorregistrierung gehe man keinerlei Verpflichtung ein, betonte er. Eine genügend große Zahl an Voranmeldungen signalisiere dem Autohaus Sirch, dass genügend Interessenten vorhanden seien.Eine spätere Registrierung kostet einmalig 39 Euro. Darüber hinaus fallen keine monatlichen Fixkosten an.

3,50 Euro pro Stunde

Wer ein Auto mietet, zahlt pro Stunde 3,50 Euro plus 0,29 Cent pro Kilometer. Gebucht werden kann das E-Auto über eine App. Auch das Öffnen der Fahrzeuge funktioniert über das Smartphone oder die Kundenkarte. Die Nutzenden können übrigens auf alle E-Autos in den teilnehmenden Gemeinden zurückgreifen, egal in welcher Kommune sie registriert sind. Allerdings muss das Auto dann dorthin zurückgebracht werden, wo man gestartet ist. Auch Einwohner von Nachbargemeinden sind nicht ausgeschlossen.

Alle Fragen rund um das E-Carsharing-Modell werden am 22. und 28. März um 19 Uhr bei einem Online-Vortrag beantwortet. Die Zugangsdaten erhalten Interessente per E-Mail an carsharing@autohaus-sirch.de.

Auch interessant

Kommentare