Gemeinsam klappts! Klimaschutzkonzept der Stadt Sonthofen

Das generalsanierte Gymnasium Sonthofen. Foto: privat

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EVA VEIT, Sonthofen – Ende August wurde das integrierte Klimaschutzkonzept der Stadt Sonthofen fertiggestellt. Es zeigt den derzeitigen CO2- und Energieverbrauch der gesamten Stadt; auf Basis der erhobenen Daten lässt sich ermitteln, wie und an welcher Stelle in den kommenden Jahren Energieverbrauch und CO2-Ausstoss im Stadtgebiet reduziert werden können. Dieses Klimaschutzkonzept – und die Vereinbarungen des Konventes der Bürgermeister, dem Sonthofen angehört (der KREISBOTE berichtete) – wird die Leitlinie sein, anhand derer die Stadtverwaltung und der Stadtrat ihre ambitionierte Klimaschutzpolitik umsetzen will. Die gesamte Stadt Sonthofen hatte 2011 laut dem Klimaschutzkonzept einen Energieverbrauch im Wert von 61 Millionen Euro. Der Wirtschaftssektor hatte einen Anteil von 38 Prozent am Gesamtenergieverbrauch, der Verkehrssektor 35 Prozent und private Haushalte 27 Prozent. Kommunale Anlagen und Liegenschaften machen dabei nur einen Anteil von 2 Prozent aus. Im Jahr 2011 produzierte die Stadt etwa 171.000 Tonnen CO2; die Wirtschaft schlägt hier mit 41 Prozent der Gesamtemmissionen zu Buche, gefolgt vom Verkehr mit 35 Prozent und privaten Haushalten mit 24 Prozent. Bleiben verstärkte Anstrengungen beim Klimaschutz aus, wachsen die Gesamtkosten für Energie laut dem Konzept im Jahr 2020 auf etwa 77 Millionen Euro an. Allerdings lassen sich beispielsweise die CO2-Emissionen der Stadt bis 2020 um 30 Prozent reduzieren. Damit die von der Stadt angestrebten Klimaschutzziele erreicht werden können, müssen alle Hand in Hand arbeiten: Bevölkerung, Wirtschaftsunternehmen und Stadtverwaltung. Die Stadt ist, wie am Beispiel des Gymnasiums zu sehen ist, in der energetischen Sanierung ihrer Gebäude bereits weit vorangeschritten. Nun muss die Bevölkerung für das Thema Energie- und Emissionssparen sensibilisiert, ein Bewußtsein geschaffen werden. Hierfür soll es in erster Linie kostenlose Beratungen zum Thema energetische Sanierung und Energiesparen für Privathaushalte geben, auch in einer geplanten Vortragsreihe sollen diese Themen vorgestellt werden. Für die heimische Wirtschaft gibt es einen Stamm- tisch, an dem Erfahrungen in dieser Hinsicht ausgetauscht werden. In einem Aktivitätenprogramm, über das der Stadtrat im Oktober abstimmen soll, werden weitere mögliche Maßnahmen aufgeführt. Wichtig ist es der Stadt, schon bei den Kleinen anzusetzen: so sollen die Kinder in Energiewochen in den Kindergärten und beim Energieführerschein für Drittklässler sensibilisiert werden. Auch die geplante Mobilitätsdrehscheibe Bahnhof ist ein wichtiger Faktor: Car-Sharing oder Leihfahrräder ermöglichen einen aktiven Umweltschutz.

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