Großartige Zusammenarbeit

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Die Rettungskräfte von Rotem Kreuz und der Feuerwehr arbeiteten Hand in Hand bei der Großübung in Rohrmoos.

Oberstdorf – Zu einer gemeinsamen Großübung wurden die Rot-Kreuz-Bereitschaft Oberstdorf und die Feuerwehr Tiefenbach alarmiert.

Den Rettungskräften bot sich ein realistisch Unfallszenario: Ein Traktor kam an einem Wanderweg im Rohrmoos zum Kippen, fünf Personen wurden dabei verletzt. Während die Feuerwehr damit beschäftigt war, den gekippten Traktor zu stabilisieren und den Brandschutz sicherzustellen, um den Rettungsdienstkräften ein gefahrloses Arbeiten im Unfallbereich zu ermöglichen, konzentrierten sich die eintreffenden Sanitäter und Ärzte zunächst auf die Traige, also dass jedes Unfallopfer binnen kurzer Zeit gesichtet und in eine vorgegebene Behandlungskategorie eingeteilt wird, um festzustellen welche Behandlungsprioritäten vorliegen. 

Die Einsatzleiter von Rettungsdienst und Feuerwehr stimmten gemeinsam die Vorgehensweise der technischen und medizinischen Rettung ab: Während Notärzte und Rettungsassistenten die Schwerverletzten behandelten, kümmerten sich weitere Sanitäter um die Versorgung und Betreuung der leicht- und unverletzten Personen. Die Feuerwehr schickte indessen Trupps zur Personensuche, hielt technisches Gerät zur Beleuchtung und Stromversorgung für das Behandlungszelt vor und unterstützte den Rettungsdienst bei der Personenrettung aus dem zum Teil unwegsamen Gelände. 

Dass der Übungseinsatz zu einem Erfolg wurde, ist nicht zuletzt den Übungsorganisatoren Max Brinker und Sandra Allgayer (beide BRK) zu verdanken. Sie inszenierten zusammen mit Christa Breyer, welche die Mimen perfekt und aufwendig schminkte, ein realistisches Einsatzgeschehen, so dass auch erfahrene Einsatzkräfte nach dem Eintreffen am Unfallort kurzzeitig nicht mehr an eine Übung dachten. Bereitschaftsärztin Dr. Katrin Kinzel und Rettungsdienst-Einsatzleiter Josef Dornach zogen gemeinsam mit Feuerwehrkommandant Markus Brandmair ein positives Resümee der Übung. 

Binnen 40 Minuten konnten im abgelegenen Ortsteil Rohrmoos zwei schwer- und drei leicht verletzte Personen aus unwegsamen Gelände gerettet, notärztlich versorgt, fachgerecht betreut sowie ein Behandlungszelt errichtet und in Betrieb genommen werden. Das Rote-Kreuz-Oberstdorf war mit fünf Einsatzfahrzeugen und 15 Einsatzkräften angerückt. Die Feuerwehr Tiefenbach rückte mit ihren beiden neuen Einsatzfahrzeugen an.

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