Ein Zeichen der Verbundenheit

Gemeinsames Läuten an Heilig Abend

Kath. Spitalkirche Heilig Kreuz, Sonthofen
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Symbolbild / Kath. Spitalkirche Heilig Kreuz, Sonthofen

Regionalbischof Axel Piper und Diözesanbischof Bertram Meier laden alle Gemeinden, geistlichen Gemeinschaften und Klöster ein, die Glocken ihrer Kirchen an Heiligabend (24.12.) um 22 Uhr fünf Minuten lang läuten zu lassen.

„Damit wollen wir als Christen ein Zeichen setzen“, sagt Regionalbischof Axel Piper. „Auf den Hirtenfeldern von Bethlehem wurde der Frieden auf Erden eingeläutet.“ Bischof Bertram Meier, der auch Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (AcK) in Bayern ist, lädt auch die zahlenmäßig kleinen Kirchen und Gemeinden ein, in dieses Glockengeläut einzustimmen: „Das Kind in der Krippe, das den Frieden brachte, vereinigt alle Christen, ja alle Menschen guten Willens. Gerade in dieser Zeit, die von Polarisierung bedroht ist, erinnert das Krippenkind daran, dass die Gesellschaft eine Klammer der Einheit braucht.“

„Das Läuten verstehen wir als Erinnerung an die Gemeinschaft, die an Weihnachten in der Menschwerdung Gottes besondere Gestalt bekommen hat. Wir wünschen uns, dass wir um 22:00 Uhr beim Läuten ganz bewusst an die Menschen denken, die einsam, traurig oder bei der Arbeit an so vielen Stellen der Welt sind. Mit diesem Bewusstwerden der Verbindung untereinander und mit Gott wird ein ganz wesentlicher Teil der Weihnachtsbotschaft deutlich hörbar,“ so beide Bischöfe.

Eigentlich wollten die beiden Bischöfe Bertram Meier und Axel Piper das Weihnachtsfest an Heiligabend zu Mittag am Helmut-Haller-Platz zusammen mit Obdachlosen gemeinsam einläuten. Doch die zugespitzte Corona-Lage ließ diese Idee platzen. Dennoch wird es durch das Läuten so einen ökumenischen Akzent geben.

In ganz Bayern sollen in allen Kirchen die Glocken als Zeichen der Verbundenheit und Gemeinschaft trotz der äußeren Umstände erklingen.

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