Klinikbesuch per Video

Geriatrie-Kliniken Sonthofen bieten Videotelefonie für Patienten an

Videotelefonie in den Geriatrie-Kliniken Sonthofen
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Die Möglichkeit, mit den Angehörigen per Videotelefonie in Kontakt zu treten, wird von den Patienten sehr gerne angenommen.

Sonthofen – Patienten der Geriatrie-Kliniken Sonthofen können tagsüber wieder uneingeschränkt Besucher empfangen. Allerdings nicht live, sondern per Videotelefonie. Die Kliniken haben mehrere Tablets angeschafft und ermöglichen nun Kontakte per Skype oder facetime. Weitere Systeme können auf Wunsch ebenfalls eingerichtet werden, so Chefarzt Dr. Ronald Treiber. Derzeit dürfen Angehörige wegen der Corona-Pandemie nur zu bestimmten Zeiten die Kliniken betreten, pro Tag ist pro Patient nur ein Besucher erlaubt. „Mit der Videotelefonie wollen wir die soziale Isolation ein wenig erleichtern“, erklärt der Chefarzt.

Seit März hätten die Geriatrie-Kliniken Sonthofen „rigorose Maßnahmen“ ergriffen, betont Treiber. So würden die Patienten nur nach einem negativen Test aufgenommen und kurz nach der Aufnahme nochmals getestet. Jetzt werden auch die Mitarbeiter wöchentlich einem Test unterzogen. Der Speisesaal ist geschlossen, es finden keine Gruppentherapien statt. „Wir tun alles, um das Haus coronafrei zu halten.“ Auf der anderen Seite befänden sich die Patienten in einer „schwierigen Lebenssituation“. Treiber: „In dieser Phase wollen wir sie in besonderer Weise unterstützen.“

Die Tablets sind mit einer speziellen Hülle versehen, die problemlos desinfiziert werden kann. Das gleiche gilt für die Mikrofone und die zusätzlich angeschafften Lautsprecher, weil viele Patienten in ihrer Hörfähigkeit eingeschränkt sind. Die Angehörigen müssen telefonisch einen Termin vereinbaren, die Geräte werden zum Patienten gebracht, Mitarbeiter der Kliniken stellen eine Verbindung her. Bis zu einer halben Stunde können sich dann die Patienten mit ihren Lieben ungestört unterhalten.

Die Möglichkeit der Videotelefonie werde von den Patienten gut angenommen, hat Ronald Treiber festgestellt. Er könne sich gut vorstellen, dass dieser Kommunikationsweg auch in der Nach-Corona-Zeit bestehen bleibt. „Der Kontakt zu den Familien ist immer wichtig.“

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