German Altenried übergibt Organisation des Allgäu Triathlon an Hannes Blaschke

Allgäu Triathlon in guten Händen

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„Seinen Allgäu Triathlon“ in guten Händen weiß German Altenried (Mitte) bei Hannes Blaschke (3. von rechts) und Utz Brenner (von links), Peter und Petra Altenried, sowie Christoph Fürleger (von rechts) und Stefan Altenried.

Immenstadt - Was vor 30 Jahren als „verrückte Idee“ begann, ist längst eine etablierte Sportveranstaltung in der Region: der Allgäu Triathlon. Für den „Erfinder“ des Allgäu Triathlon, German Altenried, war sein 75. Geburtstag ein guter Zeitpunkt, die Gesamtorganisation in jüngere Hände zu legen.

Einen „Bruch“ soll und wird es nicht geben, sind sich Altenried und die neue Mannschaft um den ehemaligen Triathleten Hannes Blaschke aus Immenstadt an der Spitze der Organisation einig. 

So kennen ihn unzählige Teilnehmer des Allgäu Triathlon: German Altenried erwartet „seine Triathleten“ im Ziel.

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge nahm German Altenried Abschied von der Organisation des Allgäu Triathlon. Einen Tag nach seinem 75. Geburtstag übergab der „Importeur“ und Pionier dieser Sportveranstaltung die Amtsgeschäfte einer jungen Mannschaft um den ehemaligen Triathlonsportler Hannes Blaschke. 

Die Vertreter der verschiedenen Helfergruppen waren die ersten, die von der offiziellen Übergabe erfuhren und quasi als Augenzeugen miterlebten. Denn, das weiß German Altenried nur zu gut: ohne die vielen Helfer geht es nicht. Mehr als 700 Helfer braucht es, um einen Allgäu Triathlon abzuwickeln. Ob am Start, an der Rad- und Laufstrecke oder im Ziel – die Helferinnen und Helfer aus vielen Vereinen der Stadt und der Nachbargemeinden sorgen für einen reibungslosen Ablauf einer perfekten Veranstaltung. „So einfach ist es nicht, Leute zu begeistern, die mit dieser Begeisterung bei der Sache sind“, brachte Altenried sein Lob für die „Supertruppe“ auf den Punkt. „Bleibt dabei und unterstützt weiter diese interessante und außergewöhnliche Veranstaltung.“ Und wer tatsächlich aufhören wolle, so Altenrieds Wink mit dem Zaunpfahl, müsse zumindest einen Nachfolger benennen. Wie alles anfing, habe er „schon hundertmal erzählt“, so German Altenried in seinem Rückblick. 

Zufällig hatte er vom Hawaii-Triathlon, dem legendären Ironman Hawaii, erfahren. Damals, Ende der 1970er Jahre, der Geheimtipp unter Extremsportlern. Und bald habe er sich gefragt, ob man das nicht hier im Allgäu auch machen könne. Eine Idee war geboren. Eine Idee, die Altenried mit Leidenschaft verfolgte. 

Mit Hilfe etlicher guter Freunde und einer Schar von Helfern, die „mit Herzblut“ dabei waren, ging es in die Premiere des Allgäu Triathlon im Jahr 1983. „So 20 bis 30 Spinner werde ich wohl finden“, erinnert sich Altenried an seine Erwartungen. Tatsächlich waren es dann 225 „Spinner“, die an dem kühlen Sommertag im Juni an den Start gingen. Beginn der Erfolgsgeschichte Allgäu Triathlon. Mit dabei auch ein junger Triathlet, Hannes Blaschke. Das Wasser im Großen Alpsee sei „arschkalt“ gewesen, so der neue Organisationschef. Damals war Melkfett der Insidertipp unter den Triathleten, denn schützende Neoprenanzüge hatte keiner an. 

Zwei Jahre später war Blaschke dann beim Hawaii-Triathlon mit von der Partie – Altenried als Beobachter. Seit 20 Jahren organisiert er internationale Triathlonreisen und Trainingslager. Die Idee, Hawaii-Reisen für Sportler anzubieten, stammt ebenfalls von Altenried. 

Spitzensport zum Anfassen gibt es seit 30 Jahren beim Allgäu Triathlon in Immenstadt.

Der Allgäu Triathlon habe sein Leben geprägt, so Blaschke weiter. Er fühle sich als langjähriger Freund Altenrieds geehrt, die renommierte Veranstaltung in Zukunft organisieren und betreuen zu dürfen. Das „besondere Flair und den familiären Charakter“ des Allgäu Triathlon wollen Blaschke und seine Mitstreiter, darunter auch die Altenried-Kinder Petra, Stefan und Peter, weiter pflegen. Eine hochkarätige Triathlon-Veranstaltung zum Anfassen soll es bleiben, versichert Blaschke. 

Eine Neuerung wird es aber heuer geben: Zum ersten Mal wird ein Staffelwettkampf angeboten mit man vor allem Breitensportler erreichen will, die einmal Triathlon-Luft schnuppern“ können und sich die Disziplinen – 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen – aufteilen. 

Für Immenstadts Bürgermeister Armin Schaupp ist der Generationswechsel beim Allgäu Triathlon „ein denkwürdiger Tag“ in der Geschichte eines „Qualitätsproduktes“, das eng mit der Stadt verbunden sei. „Immenstadt hat einen Namen in der Triathlon-Welt. Die Veranstaltung passt in die Landschaft, passt zu Immenstadt.“ Schaupp zeichnete German Altenried mit der Bürgermedaille der Stadt aus.

Josef Gutsmiedl

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