Gut gerüstet fürs Alter

„Älterwerden ist nichts für Feiglinge“, zitierte der stellvertretende Landrat Anton Klotz ein Buch von Joachim Fuchsberger in seiner Begrüßung beim Senioren-Informationstag. Foto: Eva Veit

„Wir alle bemühen uns, den älteren Menschen im Oberallgäu das Leben so schön und so angenehm wie möglich zu machen“, betonte Gisela Bock, Seniorenbeauftrage des Landkreises Oberallgäu, vergangenen Samstag in ihrer Begrüßung zum Senioren-Informationstag im Landratsamt.

Zahlreiche Interessierte – in der Mehrzahl Senioren – hatten sich trotz des warmen und sonnigen Frühjahrstages im Foyer des Landratsamtes eingefunden. Sie hörten informative Vorträge zu Altersrelevanten Themen und tauschten sich untereinander aus. So referierte Notar Dr. Christian Berringer über Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung. Dr. Wolfgang Fruth, Facharzt für Allgemeinmedizin, klärte über Stürze im Alter und Sturzprävention auf. Prof. Dr. Peter Brieger, Ärztlicher Direktor des Bezirkskrankenhauses Kempten erläuterte das Thema Demenz und Umgang mit Demenzkranken. Zu guter Letzt erläuterte Stefan Haggenmüller von der Barmer GEK Sonthofen in Kooperation mit dem Karate Dojo Westerhofen, der einen Karatekurs für Senioren anbietet, wie wichtig Bewegung und Prävention sind, um im Alter möglichst gesund und fit zu sein. Hintergrund der Informationsveranstaltung war, dass durch eine gestiegene Lebenserwartung und eine verbesserte Gesundheitsvorsorge immer mehr ältere Menschen gesund und aktiv ihre Nacherwerbsphase gestalten können. Doch auch wenn die Mehrheit der Senioren bis zuletzt selbständig lebt, steigt mit dem Alter das Risiko, auf Hilfe angewiesen zu sein. Kommunale Einrichtungen und Institutionen müssen sich auf die Bedürfnisse der Senioren einstellen, betonte der stellvertretende Landrat Anton Klotz, Schirmherr der Veranstaltung, in seinem Grußwort. „Es gibt nach wie vor einiges zu tun im Landkreis“, so Klotz weiter. Man müsse sich vermehrt auf Altersdementz und ähnliches einstellen und die Alltagsprobleme älterer Menschen ins Bewußtsein der Bevölkerung rücken. Hierzu gehören unter anderem wohnortnahe Einkaufsmöglichkeiten oder ein behindertengerechter öffentlicher Nahverkehr. „Jedes Lebensalter hat seine Zeit und jedes Lebensalter hat seine Anforderungen“ machte Klotz den Zuhörern klar. Das Ziel sei, dass jeder aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen könne. In der neuauf- gelegten Broschüre „Älterwerden im Landkreis Oberallgäu“ informiert der Landkreis seine Senioren über Ansprechpartner und Institutionen rund ums Älterwerden. Klotz dankte auch allen Menschen im Landkreis, die sich um die Senioren kümmern, sei es im Beruf oder im Ehrenamt bei Pflegeeinrichtungen, in Gemeinden oder privat.

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