Gesunder Weg für die Region

Das Gesundheitszentrum in Immenstadt wird gebaut. Jetzt steht auch fest, wer die Investoren sind: Die Raiffeisenbank Oberallgäu-Süd und das Sozial-Wirtschaftswerk Oberallgäu SWW erstellen für 12,5 Millionen Euro das Projekt, das die stationäre medizinische Versorgung durch ein Fachärztezentrum direkt in der Nachbarschaft der Klinik Immenstadt ergänzen soll. Und: Nahezu alle zu vermietenden Flächen in dem Objekt, das zur Jahreswende 2010 / 2011 fertig sein soll, sind schon „in festen Händen“.

Neuland ist es für die Raiffeisenbank Oberallgäu-Süd nicht unbedingt, doch dass das Vorhaben „alle bisherigen Volumen sprengt“, räumt Otto Schmid, der Vorstandsvorsitzende der Raiba Oberallgäu-Süd, ein. Die Bank habe erkannt, dass das geplante Gesundheitszentrum in die Region passe, und auch in die Geschäftsfelder der Raiffeisenbank. Schmid: „Eine Bank in der Region muss versuchen, etwas für die Region zu tun.“ Ganz allein schultert die Raiffeisenbank das Projekt nicht. In der neu gegründeten Grundstücksgesellschaft Oberallgäu-Süd mbH sind die Raiba mit 65 Prozent und das Sozial-Wirtschaftswerk mit 35 Prozent vertreten. Geschäftsführer ist Raiba-Chef Otto Schmid. Diese Zusammenarbeit einer Genossenschaftsbank und eines öffentlich-rechtlichen Unternehmens sei allemal einmalig. Man habe bei diesem Engagement nicht allein den Renditegedanken im Kopf, ergänzt Schmid. Es gehe auch um die Stärkung der Region: Die Raiba wolle dort investieren, wo sie auch das Geld verdiene. Und Otto Schmid ist sicher: „Das wird Nachahmer finden – und das ist gut für die Region.“ Gut für die Qualität der medizinischen Versorgung hält auch Kliniken-Aufsichtsratsvorsitzender Gebhard Kaiser, das Projekt „Gesundheitszentrum Oberallgäu-Süd“. Derartige Verbünde und Netzwerke stärkten die Region und ihr Gesundheitswesen: „Ein Quantensprung.“ Ein gutes Dutzend an Facharztpraxen wir nach der Fertigstellung des Neubaus einziehen und die Praxen aus der Stadt verlagern. Mehr als 95 Prozent der vermietbaren Fläche von insgesamt 5500 Quadratmetern ist schon vermietet, freut sich Andreas Ruland, Geschäftsführer der Kliniken Oberallgäu. Ins Gesundheitszentrum ziehen überdies nur Ärzte aus Immenstadt ein. „Wir schaffen keine neue Konkurrenzsituation“, betont Andreas Ruland. Das Gesundheitszentrum mit seiner breit gefächerten Facharztkonzentration an einem Standort stärke das südliche Oberallgäu und stoppe den Abwanderungstrend nach Kempten. Positiv seien zudem die kurzen Wege, auch kurze Informationswege zwischen den Ärzten und dem Krankenhaus. „Das kommt den Patienten zugute“, meint Ruland. Andererseits wurden die neuen „langen Wege“ zu den Arztpraxen im zukünftigen Gesundheitszentrum von der Bevölkerung kritisiert. Vor allem ältere Menschen seien dann im Hintertreffen. Allerdings, so deutete Otto Schmid an, werde der Stadtbus den neuen Gegebenheiten Rechnung tragen. Als Generalunternehmer steigt schließlich mit der Geiger Schlüsselfertigbau ein regionales Unternehmen ein und erstellt das Gesundheitszentrum in Massivbauweise einer Stahlbetonkonstruktion. Die Arbeiten sind bereits angelaufen und Ende des Jahres 2010, so die Planungen für den 12,5 Millionen teuren Neubau, sollen die Mieter bereits einziehen können, so Geschäftsführer Bernhard Waldmann.

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