Ein attraktives Einkaufserlebnis

Gewerbeverband Oberstdorf aktiv e.V. setzt sich für ein "Einkaufsparadies Oberstdorf" ein

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Zufriedene Gesichter beim Vorstand des Gewerbeverbandes Oberstdorf Aktiv e.V. (von links): Markus Kober (Kassier), Gerd Engelmann (1. Vorsitzender), Christian Müller (2. Vorsitzender) und Martin Fackler (Schriftführer).

Oberstdorf – Zwischen Bahnhof und Nebelhorn liegt in Oberstdorf ein Einkaufsparadies mit über 200 Geschäften und über 60 Gaststätten. Der Gewerbeverband Oberstdorf aktiv e.V. mit seinen 120 Mitgliedern hat sich zum Ziel gesetzt, Einkaufen in Oberstdorf noch attraktiver zu machen.

Daher entwickelt der Verein in enger Zusammenarbeit mit dem Ortsmanager, mit Tourismus Oberstdorf und der Marktgemeinde immer wieder noch attraktivere Konzepte. So wird eine starke Gemeinschaft von Handel und Gewerbe mit noch mehr Mitgliedern angestrebt, um mit vielen abwechslungsreichen und erstklassigen Angeboten unvergessliche Einkaufserlebnisse zu schaffen.

Der 1. Vorsitzende, Gerd Engelmann, steht seit 2010 an der Spitze des Vereins und konnte auf seiner vorletzten Jahreshauptversammlung in leitender Funktion auf ein äußerst erfolgreiches Jahr mit vielen gelungenen Veranstaltungen zurück blicken. Auch die Finanzen des Vereins haben laut Kassier, Markus Kober, „eine schwarze Null“.

Ortsmanager Martin Eulgem bringt die Vereinsprojekte voran. 

Eine große Entlastung des Vereins habe sich durch die Einführung eines Ortsmanagements ergeben. Der Ortsmanager, Martin Eulgem, steht für Kreativität, Image und Marketing. Er bearbeitet Projekte wie Leerstandsmanagement, Eventisierung, digitale Zukunft und Außendarstellung.

Das Leerstandsmanagement zeitigt erste Erfolge. So konnte die Leerstandsquote von 3,46 Prozent im Mai 2015 auf 0,77 Prozent im April 2017 gesenkt werden. 9 von 14 Neubesetzungen wurden dabei vom Ortsmanagement begleitet.

Mit der Eventisierung sollen zusätzliche Umsatztage geschaffen werden, das Image des Einkaufsstandortes und die Aufenthaltsqualität verbessert werden. Hierzu sollen bis zu vier verkaufsoffene Sonntage und zusätzliche Events in enger Abstimmung mit Tourismus Oberstdorf durchgeführt werden.

Die bisherigen Events wie Fotogipfel, Glitzernacht, Eiszeit und Frühlingshaftes Oberstdorf hatten eine gute Resonanz. Leider hat es zum Verdruss des Vereins „wieder viele Trittbrettfahrer gegeben,“ berichtete der Vorsitzende, „welche ihre Geschäfte geöffnet hätten, ohne dafür zu bezahlen.“ Am Sonntag, 3. September, gibt es noch ein Straßenmusikfestival zusammen mit einem Kleinkunstfestival. Desweiteren sind ein „Black Friday“ und eine Kneipennacht in Planung.

Die aktive Teilhabe seiner Mitglieder an der Digitalen Zukunft liegt dem Verein besonders am Herzen, denn es gebe „einen Wandel des Internet von der Informationsplattform zur Handelsplattform.“ so der Ortsmanager, „77 Prozent aller Internetnutzer kaufen mehrmals im Monat online ein.“ Im Onlinehandel seien Umsatzsteigerungen bis 30 Prozent zu verzeichnen. „Über 70 Prozent der Einkäufe werden beim Händler getätigt,“ so Martin Eulgem, „nachdem sich die Kunden im Onlineshop eines ortsnahen Händlers informiert haben.“ Und Engelmann ergänzte, dass die Oberstdorfer Einzelhändler heutzutage ihre „Kunden via Onlineshop nach Hause begleiten“ müssten. Wie das und eine kostenlose Werbung im Internet erfolgreich zu machen sei, darüber informierte Rainer Becker. Voller Zuversicht blickt der Verein daher auf den Testlauf ihres gemeinsamen Onlineshops im Oktober.

Blick in die Zukunft

Rainer Becker (NetzBecker) informierte über die Nutzung von Social Media.

Der aktive Verein hat außerdem noch viele neue Projekte im Blick, wie öffentliche Toiletten, neue Weihnachtdekoration der Straßen und Plätze mit Bäumen und LED-Leuchten, freies WLAN, einheitliche Kern-Öffnungszeiten und eine gemeinsame Werbekampagne wie Shoppinganreize für Tagesausflügler.

Zuletzt überraschte der 1. Vorsitzende mit seiner Ankündigung: „Ich stehe bei den Neuwahlen im nächsten Jahr als 1. Vorsitzender nicht mehr zur Verfügung – wegen Geschäftsaufgabe. Ich danke allen für die rege Beteiligung und wünsche dem Verein einen reibungslosen Übergang.“

Hans Ehrenfeld

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