Es gibt noch Ausbildungsplätze in der Region

Mit Speed-Dating zur Ausbildung

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Symbolbild

Oberallgäu – Eine Umfrage der IHK im Juni hat gezeigt: Viele Unternehmen in Bayerisch-Schwaben planen – trotz Corona-bedingter Schwierigkeiten – auch in diesem Jahr neue Auszubildende einzustellen. Im vergangenen Jahr waren im Landkreis Oberallgäu 720 Ausbildungsverträge in IHK-Berufen neu abgeschlossen worden, mehr als 400 Unternehmen bilden hier derzeit aus. In der Stadt Kempten sind es 320 Ausbildungsbetriebe.

Nach wie vor sind im Landkreis Oberallgäu und in der Stadt Kempten viele Ausbildungsplätze unbesetzt. Wolfgang Haschner, Bildungsexperte bei der IHK Schwaben, appelliert an die Schulabsolventen, ihre Chance zu ergreifen: „Die Wirtschaft setzt weiter auf gut ausgebildete Fachkräfte. Eine Ausbildung bietet beste Perspektiven.“

Haschner ist zuversichtlich, dass bis zum offiziellen Start des Ausbildungsjahres Anfang September noch viele Ausbildungsverträge geschlossen werden. Die neue Ausbildungsprämie für Unternehmen dürfte zum Endspurt ihren Effekt entfalten. Und auch Aktionen wie das virtuellen Speeddating, das die IHK Schwaben bis 22. Juli anbietet, werden Bewerber und Ausbildungsbetriebe zusammenbringen.

613 Ausbildungsverträge waren neu geschlossen worden. Dabei waren im vergangenen Jahr sogar viele Ausbildungsplätze unbesetzt geblieben, da es an Bewerbern mangelte. „In diesem Jahr wird es aufgrund der Corona-Krise schwierig werden, die Ausbildungszahlen des Vorjahres zu erreichen. Trotzdem wird jeder Jugendliche ausreichend Stellen in seinem Wunschberuf finden, auf die er oder sie sich bewerben kann“, sagt Wolfgang Haschner, Leiter des Fachbereichs Ausbildung. Er verweist unter anderem auf die IHK-Lehrstellenbörse, wo aktuell noch immer mehr als 600 offene Stellen in Schwaben quer durch alle Branchen zu finden sind.

Ausbildungsmarkt kommt spät in Schwung

Exakte Prognosen zum Ausbildungsmarkt sind derzeit schwer möglich. Viele Berufsinfomessen mussten wegen der Pandemie abgesagt werden. Recruiting-Maßnahmen an Schulen konnten ebenfalls nicht stattfinden. Und auch Einstellungsgespräche und -tests verliefen in diesem Jahr anders als gewohnt. „Bei vielen Firmen standen wegen des Lockdowns ab Mitte März andere Themen im Fokus“, sagt Haschner. Die Folge: Der Ausbildungsmarkt kommt in diesem Jahr erst spät in Schwung. Die Ausbildungsprämie, die die Bundesregierung im Rahmen ihres Konjunkturpaktes bewilligt hat, liefert jetzt zusätzliche Impulse. „Sie wird von den Betrieben stark nachgefragt. Das zeigt, wie wichtig dieses Signal der Politik ist“, sagt Haschner.

Virtuelles Azubi-Speed-Dating

Um Ausbildungsbetriebe und Bewerber zusammenzubringen, setzt die IHK Schwaben in diesem Jahr auf ein digitales Format: Beim virtuellen Speeddating können Unternehmen und potenzielle Azubis per App derzeit Profile durchstöbern und durch ein Wischen über das Smartphone-Display Interesse bekunden – ganz so wie bei einer echten Dating-App. Kommt es zu einem „Match“, können Betrieb und Bewerber Kontakt miteinander aufnehmen und chatten. Beim großen Speeddating-Event am Mittwoch, 22. Juli, gibt es die Chance, direkt über die App per Videocall in Kontakt zu treten. Die IHK Schwaben begleitet die Aktion mit zahlreichen digitalen Beratungsangeboten und Webinaren. Informationen dazu gibt es unter schwaben.ihk.de/speeddating.

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