Mehr als 100 Bäume wurden schon gefällt

Goethe+ Baustelle: Geht es bald richtig los?

Goethe+ in Sonthofen: Die Baustelle soll bald wieder Fahrt aufnehmen, erläutert SWW-Geschäftsführer Martin Kaiser.
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Goethe+ in Sonthofen: Die Baustelle soll bald wieder Fahrt aufnehmen, erläutert SWW-Geschäftsführer Martin Kaiser.

Sonthofen – Der Eindruck, dass auf der Großbaustelle für das Projekt Goethe+ des Sozial-Wirtschaftswerkes Oberallgäu SWW derzeit nichts voran geht, trügt. SWW-Geschäftsführer Martin Kaiser erläutert, wieso.

Herr Kaiser, im Februar wurden die Bäume gefällt. Seither hat es den Anschein, dass sich seit Wochen auf der Baustelle vom Projekt Goethe+ nichts tut. Wieso geht es nicht weiter?

Kaiser: „Die Zeiten zum Fällen sind gesetzlich geregelt, da geht es um Vogelschutz und Brutzeit. Aber der Eindruck trügt, dass derzeit im Goethe+ nichts passiert. Für die Baustelle stehen noch etliche Aufgaben an und wir sind in intensiver Abstimmung mit Planern, Firmen und allen Beteiligten, damit das eigentliche Bauen zügig und reibungslos abläuft.“

Was bedeutet denn „zügig und reibungslos“ für eine Baustelle?

Kaiser: „Nehmen wir nur ein Beispiel: Viele Menschen haben vor Ort eine Garage oder einen Stellplatz, aber die müssen wir wegen der Baustellenzufahrten auflösen. Das heißt, wir müssen die Mieter informieren, die Behörden kontaktieren, Ersatzlösungen erarbeiten und so weiter. Überhaupt ist der Verkehr ein gutes Beispiel: Je besser wir ihn organisieren, den privaten wie den Baustellenverkehr, desto besser der Ablauf. Das Gleiche gilt für Strom, Wasser, Wärme, Logistik... Wenn wir das im Vorfeld gut aufbereiten, läuft die Baustelle zügig ab. Und, was uns auch sehr am Herzen liegt: Mit einer guten Organisation lassen sich die Belastungen für die Mieterinnen und Mieter und die Nachbarn reduzieren. Da ist Abstimmung wirklich wichtig.“

Wann also geht es los mit dem Bauen?

Kaiser: „Ende April sind bereits die Sanierungen in den Bestandshäusern gestartet. Später, etwa Mitte Mai, reißen wir die Garagen ab, von denen ich eben erzählt habe. Wir errichten Ersatzstellplätze, stellen die Bauzäune auf, schaffen Baustellenzufahrten und mehr. Im Juli beginnen die Arbeiten für den Neubau. Das heißt, wenn uns die Corona-Situation die Planungen nicht doch noch durcheinanderwirbelt, erfolgt der erste Spatenstich im Juli.“

Wie wird sich die Baustelle danach entwickeln?

Kaiser: „Nach dem Spatenstich kommen die Bagger, Kräne, LKW, … Parallel zu den Arbeiten für den Neubau läuft dann auch die Sicherung der B308, damit die Tiefgarage gebaut werden kann. Das wird bis zum Sommerende eine sehr intensive Zeit: Die Baugrube entsteht, Spuntwände werden gesetzt, Fundamente geschaffen. Der Rohbau der Tiefgarage soll bis zum Winter fertig sein, und wenn alles gut läuft, können wir nach der Winterpause mit dem Erdgeschoss der Wohnhäuser anfangen und deren Rohbau hochziehen.“

Ab wann können die neuen Mieterinnen und Mieter einziehen?

Kaiser: „Wenn es planmäßig läuft, erfolgt ab Spätsommer oder Herbst nächstes Jahr der Innenausbau, und ab Juni 2023 könnten die ersten Mieterinnen und Mieter einziehen. Die neuen Gebäude werden Schritt für Schritt bezugsfertig. Wer Genaueres dazu wissen möchte, kann sich bereits informieren oder sogar schon für die Wohnungen vormerken lassen.“

Mehr als 100 Bäume mussten gefällt werden. Wann werden Bäume gepflanzt?

Kaiser: „Wir werden die Innenhöfe und die Flächen zwischen den Gebäuden recht schnell wieder bepflanzen. Am Anfang vor allem mit Sträuchern und Grün. Die Bäume kommen im Herbst 2023. Zum einen sind dann die Bauarbeiten in diesem Bereich wirklich abgeschlossen, und zum anderen ist der Herbst eine gute Jahreszeit zum Pflanzen.“

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