"Tat vor Ort" von Bosch im Allgäu fährt Innovationspreis Ehrenamt ein

Großer Preis für großes Engagement

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Oberallgäu – Bayerns Sozialministerin Carolina Trautner gab vor Kurzem die elf Preisträger bekannt, die mit dem „Innovationspreis Ehrenamt 2020“ ausgezeichnet wurden. Und Bosch im Allgäu ist mit seinen „Tat vor Ort“-Projekten dabei! Ebenso ausgezeichnet wurde das bürgerschaftlich Engagement der Interessengemeinschaft zur Förderung der dörflichen Entwicklung in Oberdorf und Martinszell.

„Eine tolle Auszeichnung über die wir uns außerordentlich freuen. Was unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen der „Tat vor Ort“-Projekte leisten, ist wirklich bemerkenswert – und das schon fast ein Jahrzehnt lang. Wir als Unternehmen freuen uns, dass diese Initiative im Werk großen Anklang findet“, betonte Johannes Lauterbach, kaufmännischer Werkleiter.

An der beliebten Malwand tut sich immer etwas.

Unter dem Motto „Ehrenamt ist nachhaltig! – Ehrenamt gestaltet unsere Zukunft!“ wurden beim Bayerischen Innovationspreis Ehrenamt 2020 zum dritten Mal Personen, Initiativen und Organisationen mit neuen Ideen rund ums Ehrenamt gesucht. Insgesamt sind über 300 Bewerbungen eingegangen. Eine unabhängige Jury unter Vorsitz von Bayerns Sozialministerin Carolina Trautner hat elf Preisträger ausgewählt. Sechs Preisträger erhalten jeweils 10 000 Euro in der Kategorie ‚Innovative Projekte‘. In der Kategorie ‚Neue Ideen‘ wurden fünf Preisträger ermittelt, die je 3.000 Euro erhalten.

„Ehrenamtliches Engagement lebt von kreativen Ideen. Es ist lebendig und entwickelt sich ständig weiter. Mit dem Bayerischen Innovationspreis Ehrenamt wollen wir dies jedes Jahr in besonderer Weise anerkennen“, so Trautner.

Im Mai 2020 sollten im Rahmen eines Festaktes die von einer unabhängigen Jury ausgewählten elf Preisträger des Bayerischen Innovationspreises Ehrenamt 2020 von Sozialministerin Carolina Trautner persönlich ausgezeichnet werden. „Ich bedauere, dass es uns aufgrund der gegenwärtigen Corona-Pandemie im Moment nicht möglich ist, die diesjährigen Preisträger wie bisher in einem festlichen Rahmen zu würdigen. Sie alle hätten diese öffentliche Anerkennung mehr als verdient“, würdigte Trautner alle eingereichten Bewerbungen.

Wertvolles Engagement

„Uns allen wird in dieser Zeit aufs Neue bewusst, wie wichtig Bürgerschaftliches Engagement für unsere Gemeinschaft und unser Zusammenleben ist. Umso wichtiger ist es, dass wir die großartige Leistung unserer Ehrenamtlichen würdigen. Ich freue mich über die zahlreichen Bewerbungen für den Bayerischen Innovationspreis Ehrenamt 2020 und danke allen Ehrenamtlichen in Bayern für ihren großartigen Einsatz für unsere Mitmenschen. Ehrenamt stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt!“ schloss Trautner.

Der Wasserspielplatz in Blaichach (hinter dem Bosch-Werksgelände) ist ein Projekt der Reihe „Tat vor Ort“ und längst eine beliebte „Dauerbaustelle“.

Ausgezeichnet wurde unter anderem das nachhaltiges soziale Engagement in der Region mit dem Projekt „Tat vor Ort“ der Robert Bosch GmbH in Blaichach / Immenstadt. Das Übernehmen sozialer Verantwortung und das nachhaltige Engagement in der Region hat im Robert-Bosch-Werk Blaichach in Immenstadt eine lange Tradition. Seit 2011 führen Auszubildende im zweiten Lehrjahr in Projektteams eigenständig ehrenamtliche Projekte durch. 2017 wurde die Initiative auf alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgeweitet. Das Unternehmen unterstützt die Projekte, die unter dem Stichwort „Tat vor Ort“ laufen, dabei auch finanziell und will nun die Initiative auf Partnerfirmen und Netzwerkkontakte erweitern.

„Dieses Unternehmensengagement ist vorbildlich. Hier wurde gemeinsam erkannt, dass vom ehrenamtlichen Engagement alle Beteiligten profitieren: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, das Unternehmen und die Region“, unterstrich Trautner in ihrer Würdigung der Preisträger-Projekte.

Ein weiteres Projekt im Oberallgäu hat es ebenfalls geschafft: Die „IG OMa“ der gleichnamigen Interessengemeinschaft zur Förderung der dörflichen Entwicklung in Oberdorf und Martinszell. In herausragender Weise haben Bürgerinnen und Bürger in diesen Ortsteilen von Waltenhofen Eigenverantwortung für ihr Dorf übernommen. Als das letzte Wirtshaus und der letzte Tante-Emma-Laden am Ort zusperrten, packten sie selbst mit vielen Ideen und Leidenschaft an. Im Zentrum des 2014 gegründeten Vereins steht der in ehrenamtlicher Arbeit umgebaute ehemalige Bahnhof als Dorftreff mit Bistro und Kleinkunstbühne. Dabei hat sich die Initiative ein breites Themenspektrum auf die Fahnen geschrieben und stetig fortentwickelt: Dorfgestaltung, Infrastruktur, Klimaschutz, soziales Miteinander und Kultur am Ort zählen dazu. „Hier ist eine lebendige Dorfgemeinschaft mit Vorbildcharakter entstanden“, fand Trautner.

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