Stadt Sonthofen verleiht die Ehrenmedaille

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Die Geehrten und ihre Laudatoren, von links: Herbert Hames, Ralf Wyklicky, Georg Wörndl, Doris Blanz und Erster Bürgermeister Christian Wilhelm.

Sonthofen – Beim Neujahrsempfang überreichte Sont­hofens Erster Bürgermeister Christian Wilhelm Doris Blanz und Herbert Hames die Ehrenmedaille der Stadt Sonthofen. Mit der Auszeichnung ehrt die Stadt Menschen für besondere ehrenamtliche Verdienste.

„Heute zeichnen wir Menschen aus unserer Mitte aus, die sich, oft schon seit langen Jahren, für andere und die Allgemeinheit engagieren und die mit ihrem Wirken viel dazu beitragen, dass das Leben in unserer Stadt von Wärme und Mitmenschlichkeit geprägt ist“, sagte Bürgermeister Christian Wilhelm. Doris Blanz wurde für ihr Engagement im Hospizverein Sonthofen geehrt, sie betreut seit 2002 schwerkranke und sterbende Menschen. Herbert Hames engagiert sich seit langen Jahren im Tennisclub Sonthofen, baute dort mit großem Aufwand die Jüngsten-Tennisgruppe auf und engagiert sich zudem unter anderem in der Lebenshilfe. Sein ehrenamtliches Wirken geht laut Wilhelm „weit über das in der kommenden Laudatio hinaus“.

In ihrer ehrenamtlichen Arbeit für den Hospizverein schenke Doris Blanz seit 17 Jahren den „Menschen auf der letzten Etappe ihres Lebensweges“ etwas „sehr kostbares, was bei der Personalnot in Krankenhäusern oder Altersheimen, aber auch bei Angehörigen oft nicht mehr zur Verfügung steht – sie schenkt ihnen ihre Zeit“, sagte Georg Wörndl in seiner Laudatio. Sterbebegleitung sei auch eine Stütze für die Angehörigen, die von Ängsten und Trauer gelähmt würden. Doris Blanz, die selbst schon einen geliebten Menschen verloren hat, vermittle den Sterbenden „das Gefühl von Würde, gerade wenn der oder die Betreffende recht armselig daliegt und sich sehr verloren vorkommt.“ Eine Arbeit, die den Ehrenamtlichen des Hospizvereins viel Geduld und Kraft abverlange, wie Wörndl hervorhob.

Seit 1987 ist Herbert Hames im Tennisclub Sonthofen aktiv. Seitdem, so Ralf Wyklicky in seiner Laudatio, hat er sich sehr stark in der Vereinsarbeit engagiert: Er gründete die Clubzeitschrift „Der Netzroller“, bei der er neben der Redaktion auch für die Werbeanzeigen verantwortlich war, und baute mit großem Einsatz die Kinder- und Jugendarbeit aus. Er „organisierte ein Jüngstenprogramm, bei dem Tennis noch das Zweitwichtigste war. Sein Credo: Sport soll Spaß machen, Gelegenheit zum Austoben bieten und Freiräume schaffen“. Das Konzept hat sich bewährt, der TC Sonthofen hat keine Nachwuchssorgen. Auch wenn Hames die Arbeit „auf viele Schultern gleich verteilt“ hat, so sei trotzdem viel an ihm selbst hängen geblieben – „von 30 Wochen Wintertraining warst du an gefühlten 28 Terminen doch selber ehrenamtlich dabei.“

Neben seinem Engagement für den Tennisnachwuchs sei Hames „Sinn für soziale Gerechtigkeit und Unterstützung“ seine andere Berufung, der er „aus Überzeugung“ nachgehe, so Wyklicky weiter. So ist Herbert Hames seit 1996 im Vorstand der Lebenshilfe und engagiert sich auch dort. Auch habe sich Hames sehr aktiv für die Resozialisierung und Integration eines zu unrecht verurteilten Sonthofer Bürgers eingesetzt.

eva

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