Grüne befürchten finanzielles Fiasko bei der Nordischen WM

Oberstdorfer Grünen: "Jetzt rächen sich die überzogenen Luxus-Planungen"

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Von „unvermeidbaren Aufwendungen“ wollen die Oberstdorfer Grünen bei den Kosten für die WM nichts mehr hören und warnen vor einem finanziellen Fiakso.

Oberstdorf – Für die Oberstdorfer Grünen kommt das Überziehen der Baukosten für die Nordische WM um 2,8 Millionen nicht überraschend. Sie befürchten, dass die Gemeinde auf den Kosten sitzen bleibt.

Die Ausreden seien laut den Oberstdorfer Grünen immer die Gleichen – „unvermeidbare und unvorhersehbare zusätzliche Aufwendungen“. Wobei erfahrene Planer nach Einschätzung der Grünen, bestimmte Risiken hätten einplanen müssen. Überraschend sei für die Grünen, dass im Februar von der Projektleitung noch verkündet wurde, alles bleibe im vorgesehenen Rahmen. „Darum stellt sich die Frage, ob nicht im Kommunal- und Bürgermeisterwahlkampf negative Nachrichten zurückgehalten wurden", so die Ortssprecherin Bergith Hornbacher-Burgstaller. „Jetzt rächen sich die überzogenen Luxus-Planungen“. Die Grünen hätten eine etwas bescheidenere Planung mit einem entsprechenden Puffer bevorzugt. Sie befürchten, dass die Gemeinde auf den Mehrkosten sitzen bleibt. In der aktuellen Finanzsituation mit Blick auf die Corona-Krise, „wäre das ein finanzielles Fiasko“.

Die Grünen merken außerdem an, dass durch Corona noch gar nicht feststehe, ob die WM im nächsten Winter wie geplant stattfinden kann. Auch gebe es für das Langlaufstadion noch kein Nutzungskonzept und damit keine Zahlen, was der Unterhalt die nächsten Jahre kosten werde. Sollte die Gemeinde auf den 2,8 Millionen Euro sitzen bleiben, müssten andere wichtige Maßnahmen verschoben oder abgesagt werden. Für die Grünen fatal, wenn unter Umständen wegen der WM im Bildungsbereich gespart werden müsste.

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