Rückenwind für Energiewende

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Die „Energietour“ der Grünen Landtagsfraktion machte beim AÜW Station.

Kempten – Die jährliche Energietour der Grünen Landtagsfraktion machte auch dieses Jahr wieder Station in Kempten. Die Grünen Landtagsabgeordneten Thomas Gehring, Ulli Leiner und Ludwig Hartmann starteten ihren Allgäubesuch beim Allgäuer Überlandwerk (AÜW).

„Wir wollen mit unserer Energietour den Kommunen signalisieren, dass wir weiter an der Umsetzung der Energiewende arbeiten und so mit dem notwendigen Rückenwind die regionalen und innovativen Projekte unterstützen werden“, betonte der Allgäuer Abgeordnete Thomas Gehring. 

Gleich zu Beginn machte Michael Lucke, Geschäftsführer der Allgäuer Überlandwerke, deutlich, dass er trotz der derzeit schwierigen politischen Rahmenbedingungen unbeirrt mit seinem Unternehmen weiter in die Energiewende investieren wolle. Und in der Tat war die Grüne Delegation beeindruckt von der anschließenden Präsentation der vielfältigen Geschäftsfelder des AÜW. Wind- und Sonnenenergie, Wasserkraft, intelligente Speichermöglichkeiten und Elektromobilität werden in dem innovativen Unternehmen seit jeher zusammengedacht. Alle Facetten werden dabei an die spezifischen Gegebenheiten des Alpenraums angepasst. „Die Energiewende ist ein weltweites Thema und kann zum Exportschlager werden. Wir wollen hier im Allgäu vormachen, wie es geht“, so Lucke. 

Die Grünen Abgeordneten berichteten davon, dass ihnen auf ihrer bayernweiten Energietour immer wieder die Sorge vorgetragen werde, dass sowohl die Große Koalition als auch die bayerische Staatsregierung derzeit die Energiewende ausbremsen wolle. „Gerade die regionalen und innovativen Strukturen werden dabei stark behindert und in einigen Fällen auch verhindert. Damit werden vor allem die Kommunen als wichtige Träger der Energiewende ausgebremst“, betonten Ulli Leiner und Thomas Gehring. 

Zusammen mit Torsten Häusler vom AÜW, von dem Michael Lucke sagt, dass er „unser Mister Energiewende“ sei, ging es dann in Elektroautos zum Drehfunkfeuer bei Leupolz. Dieses dient in der heutigen Flugsicherung nur noch als Reserve, nachdem der Flugverkehr mittlerweile per GPS navigiert. Trotzdem erlaubt die Deutsche Flugsicherung in der Regel keine Windräder in einem Radius von 15 Kilometer um die Anlage. 

„Es gibt hunderte solcher Einrichtungen, trotzdem sind uns keine Probleme bekannt, die unmittelbar durch Windenergieanlagen entstanden wären“, so Thorsten Häusler. Ludwig Hartmann, Fraktionsvorsitzender der Bayerischen Grünen und seine Fraktionskollegen zeigten sich erstaunt, dass der ehemalige Bundesverkehrsminister in Gesprächen mit dem AÜW in keiner Weise an einer Problemlösung interessiert gewesen sei.

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