Zu viele Zugausfälle

+
Der „Alex“ habe schon bessere Zeiten gesehen, beklagen die Oberstdorfer Grünen.

Als „nicht hinnehmbar“ bezeichnen die Oberstdorfer Grünen die regelmäßigen Ausfälle der Alex-Züge zwischen Immenstadt und Oberstdorf.

Der Alex sei mit seinem Service einmal ein Hoffnungsträger gewesen; auch, um mehr Konkurrenz auf die Schiene zubringen. Inzwischen sei er leider ein Sorgenkind, so die Grünen. So müssten sich seit Wochen regelmäßig an- und abreisende Urlauber und Skifahrer mit Gepäck und Ausrüstung in die Ersatzbusse quetschen – dies sei keine Werbung für den Tourismus im südlichen Landkreis, so die Grünen in einer Stellungnahme. Auch, dass während des Wintereinbruchs die Strecke tagelang überhaupt nicht befahrbar gewesen sei, ist für die Grünen „nicht nachvollziehbar“. „Früher ist man bei Schnee auf die Bahn umgestiegen, heute ist es umgekehrt. Hier läuft etwas gewaltig schief“, kritisiert die Ortssprecherin und Gemeinderätin Bergith Hornbacher-Burgstaller die Situation. Die Gründe der Misere lägen in der Sparpolitik der Bahn, die Schneepflüge und Schubloks ausgemustert habe und zu wenig Personal für den Räumdienst vorhalte. Es habe schon Zeiten gegeben, wo der Bahnverkehr im Allgäu besser funktioniert habe – etwa zu Zeiten des Allgäu-Schwaben-Taktes. Hornbacher-Burgstalller begrüßt, dass der Landtagsabgeordnete Thomas Gehring in München den Ursachen für den Zugausfälle nachgehen will: „Wir brauchen mehr Bahn nicht weniger. Nicht nur um die Straßen zu entlasten, sondern auch für einen umweltfreundlichen Tourismus“.

hb

Auch interessant

Meistgelesen

So schön war das 21. Jochpass-Memorial bei Bad Hindelang
So schön war das 21. Jochpass-Memorial bei Bad Hindelang
Hohe Spendensumme durch "Rock the City"
Hohe Spendensumme durch "Rock the City"
Babyglück im Allgäu
Babyglück im Allgäu
Bauerntage 2019 in Sonthofen
Bauerntage 2019 in Sonthofen

Kommentare