"Sachorientierte Politik zum Wohle der Gemeinde"

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Die Spitzenkandidaten auf der Grünen-Gemeinderatsliste: Bernd Bußjäger (von links), Irmela Fischer, Michael Finger, Bergith Hornbacher-Burgstaller und Sigi Rohrmoser.

Oberstdorf - Dass Frauen bei den Grünen eine zumindest gleichwertige Rolle spielen, spiegelt sich auch auf der Gemeinderatsliste der Oberstdorfer Grünen wieder.

Einstimmig nominierten die Oberstdorfer Grünen ihre Liste für die Kommunalwahl 2014, die – im Reißverschlussverfahren – je zehn Frauen und zehn Männer enthält. An der Spitze stehen die amtierenden Gemeindräte Bergith Hornbacher-Burgstaller und Siegmund Rohrmoser. 

Hornbacher-Burgstaller und Rohrmoser zogen eine positive Bilanz der Legislatur. Man habe in der Grünen-Fraktion gut zusammengearbeitet. Auch wenn es bei nur noch 20 Gemeinderäten schwieriger werde als bisher, zeigen sich die Grünen optimistisch, wieder zwei Mandate zu erringen. Nicht zuletzt „weil die Grünen-Fraktion über die letzten Jahre eine sachorientierte Politik zum Wohle der Gemeinde“ gemacht habe, so Hornbacher. „Uns ging es nicht um Eigenprofilierung oder eigene Interessen sondern um die Sache.“ 

Rohrmoser forderte auf der Versammlung „bezahlbaren Wohnraum für Alle zu erhalten und zusätzlichen zu schaffen“. Hier müsse sich die Gemeinde zusammen mit dem SWW wesentlich stärker engagieren. Die Luxusbebauung in der Promenadenstrasse dürfe keine Zweitwohnungssiedlung werden. 

„Jedes Jahr eine Million Verlust im gemeindlichen Sporthaushalt ist nicht tragbar“, kritisierte er die Entscheidungen über Bau und Unterhalt der Sportstätten und die Abhängigkeit von Sportorganisationen wie der FIS. Für die Grünen stehen - laut Hornbacher-Burgstaller - der Naturschutz, keine weiteren Erschließungen in den Skigebieten und der Ausbau eines Qualitätstourismus im Vordergrund. Sie wollen sich weiterhin gegen Wasserkraftwerke in Naturschutz- und FHH-Gebieten einsetzen und sehen hier Erfolge ihrer Arbeit. Beim Schuldenabbau sei die Gemeinde auf richtigem Weg. 

Beim „OTG-Putsch“ habe man klar die Interessen des Tourismus vertreten. Um die Verkehrssituation zu entschärfen brauche es ein Parkleitsystem und den Ausbau einer „Regionalbahn Allgäu“. Nach Ansicht von Bernd Bußjäger müsse die Gemeinde mehr für die Jugend tun. Die derzeitige Situation im Jugendhaus sei „unbefriedigend“.

Heinrich Bonert

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