Grüne Spitzenkandidatin Margarete Bause auf Allgäutour

Keine "Farbenspiele"

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Optimistisch geht die Grünen-Spitzenkandidatin Margarete Bause in den Landtagswahlkampf.

Sonthofen - „Nur mit starken Grünen kann ein Politikwechsel in Bayern gelingen”, möchte die Grünen-Spitzenkandidatin Margarete Bause im Herbst die Regierungsparteien CSU und FDP im Freistaat ablösen.

Mit der Oberbürgermeisterwahl in Stuttgart, dem Regierungswechsel in Niedersachsen und dem erfolgreichen Volksbegehren zur Abschaffung der Studiengebühren habe das Jahr für ihre Partei erfolgreich begonnen, so Bause nach ihrer Allgäutour mit den Landtagsabgeordneten Adi Sprinkart und Thomas Gehring bei der Abschlussveranstaltung in Sonthofen. 

Was der Freistaat mit Grüner Politik gewinnen kann, machte Bause an den Beispielen Energiewende, Bildungspolitik und Demokratie deutlich. „Gute Bildung und nachhaltiges Lernen braucht Zeit”, fordert sie einen Aufbruch in der Bildungspolitik um möglichst viele Schulstandorte zu erhalten. Die Abschaffung der Studiengebühren sei auch ein Erfolg der Grünen, die sich beim Volksbegehren sehr stark engagiert hätten. Sie nannte es „einen Wert an sich, die Bürger an den Entscheidungsprozeßen zu beteiligen”. Bei der Energiepolitik sieht sie die Grünen „in einer Vorreiterrolle”, auch was die Windkraft betrifft. Schwarz/Gelb bringe hier nichts voran. „Die Wahrnehmung was Lebensqualität ist, hat sich gewandelt”, fordert sie das Modell eines neuen Lebens- und Politikstils, kein Wirtschaften auf Pump und eine Politik der Nachhaltigkeit. Wachstum um jeden Preis werde inzwischen von vielen Menschen kritisch gesehen. Im Zusammenhang mit den jüngsten Lebensmittelskandalen kritisierte sie Verbraucher- schutzministerin Ilse Aigner. Diese habe in der Vergangenheit „alles verhindert was Transparenz und Kennzeichnungs- pflicht angeht”. 

Mit möglichen „Farbenspielen” nach der Landtagswahl will Bause sich derzeit nicht beschäftigen: „Wir müssen uns auf uns konzentrieren, um so stark wie möglich zu werden”. Die aktuellen Umfragen von 15 Prozent für die bayrischen Grünen nannte sie „grandios”. „Geht dahin, wo die Leut´ sind”, so ihr Tipp für einen phantasievollen Sommerwahlkampf.

Heinrich Bonert

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