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Grüne und CSU wollen Beteiligung des Bezirks Schwaben an Allgäuer Bergbauernmuseum in Immenstadt

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Höfle-Alpe Allgäuer Bergbauernmuseums
Die Höfle-Alpe wurde vom Gebiet der Warmatsgund-Alpe bei Oberstdorf nach Diepolz transloziert und ist heute ein beliebtes Ausflugsziel und Bestandteil des Allgäuer Bergbauernmuseums. © Peter Eigmüller

Immenstadt – Bezirkstagsfraktionen Grüne und der CSU bringen Antrag ein, der für eine Unterstützung des Bezirks Schwaben am Bergbauernmuseum Immenstadt wirbt. 

Das Allgäuer Bergbauernmuseum Diepolz konnte dieses Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiern. Das Museum ist ein Aushängeschild in der Tourismusinfrastruktur in Immenstadt, dem Oberallgäu und weit darüber hinaus. Es hat sich zum besucherstärksten Museum in ganz Bayerisch-Schwaben entwickelt. Nach 20 Jahren gelte es nun, das Museum zukunftsfest aufzustellen.

„Die alleinige Trägerschaft für ein Freilichtmuseum in dieser Größenordnung ist für eine Stadt mit 14 000 Einwohnern ungewöhnlich und eine große Herausforderung“, stellen die beiden Fraktionen fest.

Zusätzliche Mittel erforderlich

Um das Museum stabil und attraktiv für die Zukunft aufzustellen, seien erhebliche zusätzliche Mittel erforderlich: Ein Teil der am längsten bestehenden Gebäude ist nach 20 Jahren intensiver Nutzung sanierungs- oder zumindest überarbeitungsbedürftig; die Ausstellung sollte „sanft modernisiert werden“. Den Belangen der Barrierefreiheit werde derzeit nur zum Teil entsprochen, körperliche und geistige Behinderungen finden im Museum derzeit kaum Berücksichtigung.

„Die Betriebsführung des Museums bestreitet derzeit der Allgäuer Bergbauernmuseum e.V., der mit einem Minimum an Personal (rechnerisch 6,7 Vollzeitstellen, insgesamt 17 Mitarbeiter) auskommen muss“, heißt es in dem Antrag weiter. „Jedes Museum braucht immer wieder Neuerungen, um attraktiv zu bleiben. Mit der eingelagerten Alpe Bierenwang hat das Museum das Potential hierfür. Ein Wiederaufbau ist jedoch ein Millionenprojekt und aktuell finanziell nicht darstellbar.“

Besucher aus ganz Deutschland

Das Museum habe überörtliche Bedeutung und sei bei weitem nicht nur eine lokale Angelegenheit, argumentieren die beiden Fraktionen weiter. Eine aktuelle Erhebung zur Herkunft der Besucher (Mai – August) ergab folgendes Bild: zwei Prozent seien der Stadt Immenstadt zuzuordnen, 13 Prozent dem Landkreis Oberallgäu, rund zehn Prozent dem Bezirk Schwaben; 16 Prozent der Besucher kamen aus Bayern, 54 Prozent aus Deutschland, und vier Prozent aus dem Ausland.

Stärkere Beteiligung

„Von daher erachten wir es für angebracht, dass sich der Bezirk Schwaben und der Landkreis Oberallgäu stärker und verlässlich am laufenden Betrieb und den Investitionen beteiligen. Das Allgäuer Bergbauernmuseum fügt sich stimmig zu den bereits bestehenden Museen in Schwaben mit Beteiligung des Bezirkes hinzu, insbesondere zu den Museen in Maihingen und Illerbeuren“, so der Antrag weiter. Im Landkreis Oberallgäu gebe es bislang keine geförderte Kultureinrichtung des Bezirkes. Das Allgäuer Bergbauernmuseum könne diese Lücke füllen und schaffe zudem eine Wahrnehmung für den Bezirk Schwaben im Süden.

„Wir erwarten eine Beteiligung der drei kommunalen Gebietskörperschaften Stadt Immenstadt, Landkreis Oberallgäu und Bezirk Schwaben – wie dies bei allen Kultureinrichtungen in Schwaben bereits Praxis ist“, schließen die Unterzeichner des Antrags ihr Schreiben an den Bezirkstagspräsidenten und bitten Martin Sailer, entsprechende Gespräche für die Gründung eines Zweckverbandes aufzunehmen. 

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