Rekordjagd am Grünten: 680 mal ganz oben bei 1738

Grünten-Challenge knackt die Halbe-Million-Marke

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Zum entspannten Finale mit Corona-Abstand am Grüntenhaus trafen sich etliche „Wiederholungstäter“ der Challenge 1 738 – und stellten schon Überlegungen an, wie eine Neuauflage aussehen könnte.

Oberallgäu – Entspanntes Finale einer spannenden Herausforderung: Nach 31 Tagen endete jetzt die „Grünten-Challenge 1738“ mit einem zwanglosen Treffen am Grüntenhaus. Eine eindrucksvolle Bilanz, die Organisator Andy Brittain hier ziehen konnte: eine halbe Million Höhenmeter mit 680 registrierten Aufstiegen! Für einen guten Zweck obendrein.

Insgesamt machten über 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Abenteuer „Challenge 1738“ am Grünten mit. Einige einmal, viele andere immer wieder. Innerhalb von 31 Tagen meldeten sie offiziell 680 Aufstiege und sammelten 510 000 Höhenmeter. „Wir haben dabei 750 Höhenmeter pro Aufstieg angesetzt“, erklärt Andy Brittain die Rechnung. Wie Patrick Conradi verbuchte Brittain 41 „Runden“ und sich damit ins Spitzenduo.

Eine fest vorgegebene Strecke gab es nicht bei der Herausforderung. Hauptsache: ganz oben bei 1 738 m – egal ob am Sender oder am Denkmal. Der jüngste Teilnehmer war fünf Jahre jung; der Tagesrekord lag bei sieben Aufstiegen mit 5 500 Höhenmetern.

Andy Brittain: „Ursprünglich hatten wir in der Gruppe überlegt, welche Aktionen wir für Pater Pedro und seinen geplanten Besuch in Sonthofen durchführen könnten.“ Pater Pedro betreut in Madagaskar ein Straßenkinder-Projekt, das seit langen von Andy und Rabea Brittain durch Laufveranstaltungen unterstützt wird. „Die Idee von Sven Mehrer eine Art Benefiz-Challenge auf den Grünten durchzuführen, hat uns gleich überzeugt. Geplant war diese schon im April. Wegen der Corona-Pandemie hatten wir das Ganze verschoben. Auch war schon bald klar, dass Pater Pedro leider nicht kommen wird. Wir wollten aber an der Challenge festhalten und ohne Vorgaben, Druck oder Ziele den zentral gelegenen Grünten im Mai besteigen“, so Brittain weiter über die „Erfindung“.

Einzig und allein die eigene Motivation und der Reiz dieser Herausforderung sollten der Antrieb sein. „Jeder Aufstieg sollte einen Euro für Pater Pedro und sein Projekt in Madagaskar wert sein. Gerade jetzt dürfen wir die Menschen dort nicht vergessen!“ betonen Rabea und Andy weiter.

Eine Art Gemeinschaft entwickelte sich auch unter den Challengern. Die „Bergsteiger“ begegneten sich auf den Wegen am Grünten und tauschten sich auf der Facebook-Plattform unter www.facebook.com/groups/915062558929262 regelmäßig aus – mit Selfie und Grüßen „von ganz oben“. Gestandene Bergsteiger und Wanderer machten genauso mit wie routinierte Berg- und Trailläufer

„Es hat sich herausgestellt, dass trotz Abstand doch eine sehr große soziale Komponente dabei war. Und obwohl man sehr oft allein unterwegs war, hat sich doch jeder in einer Gemeinschaft gefühlt“, meint Andy Brittain. Gerade, weil jeder seinen Weg und den Zeitpunkt selbst wählen konnte, gab es viele überraschende Begegnungen am Berg.

Nicht ganz so hoch hinaus geht es im November beim Spendenlauf rund um die Markthalle in Sonthofen.

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