Ein Wahnsinns-Lauf über den Grünten

Etwas Schnee und viel Dreck bei der Grüntenstafette

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Die „Gipfelüberschreitung“ auf dem Grünten wurde trotz widriger Streckenbedingungen nicht ausgespart.

Burgberg – Nach dem „Wahnsinn“ die „Heldenfeier“ – den 200 Teams bei der diesjährigen Grüntenstafette des SV Burgberg wurde nichts geschenkt. Siegerteam wurde das „Sport Haschko Team, das den furiosen Sechskampf in 1:53:09 Stunden zu Ende brachte.

Gut drei Minuten später passierte bereits das zweite Team „Laufsport Saukel b-faster“ die Ziellinie. Und schon elf Minuten hinter der jungen Siegertruppe kam das erste „Senioren“-Team ein, die „Oide Jungs 2“ von Sport Schindele, die laut Reglement zusammen auf mehr als 250 Jahre Lebensalter kommen mussten.

Mächtig Glück hatten die Organisatoren schon vor dem Wettkampf: Ein paar Stunden machte der Regen am Samstag Pause und gab den Blick auf eine verschneite Bergkulisse frei. Mit Schnee – und „Dreck ohne Ende“, so ein Sportler nach dem Rennen – kämpften Berg- und Alpinläufer sowie die Mountainbiker in einigen Passagen dennoch. Eine tags zuvor noch erwogene Streckenverkürzung unter Aussparung der attraktiven Gipfelüberschreitung, war am Morgen als unnötig verworfen worden. „Das wäre nur eine halbe Sache gewesen“, so begrüßten die Teams einhellig den Entschluss, „volles Programm“ zu fahren. Mit solchen Widrigkeiten müsse man rechnen, waren sich alle Aktiven bei der abendlichen „Heldenfeier“ im Hangar auf dem Flugplatz Agathazell einig.

Sorgen machte sich das Organisationsteam um Max Uhlemayr vor allem wegen der „heißen“ Bergabpassagen für die Alpinläufer und Mountainbiker. „Wir sind heilfroh, dass es keine ernsthaften Zwischenfälle gab...“ Man habe nur an die Vernunft und Umsicht der Sportler appellieren können, so Uhlemayr sichtlich erleichtert, dass alles glatt gegangen war.

Grüntenstafette 2017

Mit mehr als 200 gemeldeten Teams war der erste Rekord schon vor dem Start perfekt. Das einzigartige Staffelrennen hat schon Kultcharakter und trifft den „Nerv“ der Ausdauersportler.

Aufhorchen ließ erneut der SC Gunzesried. Der kleine Club schickte nicht nur vier „reinrassige“ Teams aus Vereinsmitgliedern ins Rennen, sondern landete einen Coup, der manchem eigens für die Grüntenstafette arrangierten Team aus Spezialisten die Sprache verschlug: Die Mannschaft SC Gunzesried 1 kam nur zehn Minuten hinter dem Siegerteam auf Gesamtrang 8 ins Ziel. Alle Ergebnisse unter www.abavent.de/anmeldeservice/gruentenstafette2017/ergebnisse.

gts

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