Gute Arbeit der PI Immenstadt

Sehen lassen kann sich die Polizeiinspektion Immenstadt mit ihrer Jahresstatistik 2010. Die Zahl der verzeichneten Delikte blieb mit 1122 konstant und auf „üblichem Niveau“ niedrig. Hervorragend auch diesmal die Auf-klärungsquote von 73,5 Prozent.

Demnach scheint „die Welt noch in Ordnung“ im Dienstbereich der Polizeiinspektion Immenstadt - zwischen Oberstaufen im Westen und Wertach im Osten. Für den Leiter der PI, Helmut Wiedemann, ist die Zahl der Straftaten im großen und vorwiegend ländlich geprägten „Geschäftsbereich“ der Inspektion, Ausdruck des „dörflichen Sozialgefüges“. Vieles, was andernorts, etwa in der Stadt, Tatbestand und Anlass für polizeiliche Maßnahmen sei, werde auf dem Dorf selbst geregelt. Als „sehr erfreulich“ bezeichnet Helmut Wiedemann die gute Aufklärungsquote, die seine Beamten im Jahr 2010 erreichten. Mit 73,5 Prozent (bei 1122 Delikten) ist die PI Immenstadt wieder ganz vorne in der Tabelle. Auf Bayern bezogen liegt die Quote bei knapp 65 Prozent, im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West bei 68,4 Prozent. Vor allem im Bereich der Gewaltdelikte (87,5 Prozent), der Körperverletzung (95 Prozent) und Betrug (fast 90 Prozent) wurde das gute Aufklärungsergebnis der Vorjahre erneut verbessert. Erfreulich niedrig ist die soo genannte Kriminalitätshäufigkeitszahl KHZ für die Polizeiinspektion Immenstadt. Mit 3740 liegt sie weit unter der Kennzahl für Bayern (4958) und den Regierungsbezirk Schwaben (4841) und erreichte den niedrigsten Wert seit zehn Jahren. Die KHZ beschreibt die Zahl der Straftaten bezogen auf eine Bevölkerungszahl von 100000 Personen. Zugenommen haben allerdings die Betrugsdelikte um 13 Prozent auf 170 Fälle. Wobei aber in Betrugsfällen etwa der Wohnsitz des Täters für die Zuordnung zur Statisktik ausschlaggebend ist. Das spiele zum Beispiel bei Betrug bei Internetgeschäften eine Rolle, erläutert Wiedemann. Tatort sei hier der Wohnort des Täters. Längst nicht jede Straftat wird als solche „aktenkundig“, wie Helmut Wiedemann anmerkt. Neben den Fällen, wo Dinge „untereinander regelt würden“ ohne dass die Polizei davon erfahre, würden auch so genannte Bagatelldelikte - etwa Beleidigungen - nicht unbedingt angezeigt. Offenbar gelte das häufig auch für Diebstahlsdelikte. Gerade der „einfache Diebstahl“ von Fahrrädern werde der Polizei gar nicht in jedem Fall gemeldet. Die Vielzahl von „Fundfahrrädern“, die keinem Besitzer zugeordnet werden könnten, deute jedenfalls darauf hin.

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