Guter Start ins Berufsleben

Schulleiter Dieter Friede (von links) mit den Regierungspreisträgern Zimmerer Daniel Schäfer, Zimmerer Christian Neutzner, Hotelfachfrau Kristin Müllerbader, Kauffrau im Einzelhandel Josephin Schädler und dem stellvertretenden Landrat Anton Klotz. Nicht auf dem Bild ist die Hotelfachfrau Maria Spindler. Alle Regierungspreisträger hatten das Traumergebnis von 1,00 im Abschlusszeugnis. Foto: privat

Mit der Abschlussfeier endete für 540 Absolvbenten der Berufsschule Immenstadt die Ausbildung. Zusammen mit dem Wintersemester verließen heuer rund 700 Schüler das Berufsschulzentrum. Die besten Absolventen wurden mit Preisen der Schule, des Landkreises und der Bezirksregierung belohnt. Heuer gab es fünf Einserschüler, die den Notendurchschnitt von 1,0 erreichten.

In seiner Festansprache sparte Schulleiter Dieter Friede nicht an der Kritik: „Was für arbeitslose Jugendliche in Europa unternommen wird, ist lächerlich - aufsummiert sind es noch nicht einmal zehn Millionen Euro, die jährlich in die Ausbildungs- und Lehrstellenprogramme investiert werden.“ Dabei, so Friede, sei gerade eine solide Berufsausbildung oder praxisorientierte Studiengänge „das Rezept gegen Jugendarbeitslosigkeit“. Friede verteidigte das Duale System der Berufsausbildung und dankte den Ausbildungsbetrieben, ohne die das System nicht funktioniere. Das lebenslange Lernen werde Standard, und ein permanentes Umlernen die Regel. „Wer sich kontinuierlich weiterbildet, der hat gute Karten, seine berufliche Stellung zu verbessern. Es wird nach wie vor unterschätzt, welche Aufstiegsswege den Absolventen einer dualen Ausbildung offen stehen“, sagte Dieter Friede. Auch in Zukunft werde von den Schulabgängern ein hohes maß an Einsatz und Leistungsbereitschaft erwartet. Schließlich appelllierte der Schulleiter, sich nicht einer wesentliche Fähigkeit berauben zu lassen: „Denken ist zugegebenermaßen schwer, und gerade deshalb sollte es man einer Person überlassen, auf die Verlass ist - sich sebst!“ Gut vorbereitet durch die Berufsschule und die Ausbildungsbetriebe sieht auch der Stellvertretende Landrat, Anton Klotz, die Absolventen. „Egal wie’s für jeden weitergeht.“ So sehr sich die Schjulabgänger zunächst über das Erreichte freuen könnten - zurücklehnen sei nicht angesagt. „Jetzt sind Sie selbst verantwortlich für viele Schritte.“ Zum Erfolg im Leben trügen viele Bausteine bei, darunter eine gute Berufsausbildung und soziale Kompetenzen, die Bereitschaft zur Veränderung und Flexibilität, unterstrich Klotz. „Seien Sie kreativ. Haben Sie Visionen“, gab Klotz den Absolventen mit auf den Weg. „Und seien Sie auch bereit, Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen.“ Die Landkreis-Preisträger: Steidele Simon, Durchschnittsnote 1,83, Königl & Hörmann GmbH, Sulzberg, Maurer Kremsreiter Maria 1,25 Alpstein GmbH, Immenstadt, Bauzeichnerin - Architektur Lechner Franziska 1,36 Stella Betriebs GmbH - Allgäu Stern Hotel, Sonthofen, Hotelfachfrau Schiele Thomas 1,22, Christian Henze Kochschule, Kempten, Koch Reitemann Victoria 1,80 Meckatzer Bräustüble, Heimenkirch, Restaurantfachfrau Flügel Marc 1,87 Auto Hartmann GmbH, Kempten, Kfz-Mechatroniker - PKW-Technik Huber Natalie 1,50 J.7 hairstyling, Kempten, Friseurin Math Vincent Michael Sales 1,42 Müller GmbH Schreinerei, Sonthofen, Tischler Sommerstorfer Marina 1,20 Grossmann Autoservice, Kempten, Bürokauffrau Haas Marianne 1,14 Intersport Waibel, Bad Hindelang, Kauffrau im Einzelhandel Schnitzler Martin 1,14 V-Markt, Fischen, Kaufmann im Einzelhandel Schafheutle Simone 1,14 Sozialstation der Caritas und der Diakonie, Sonthofen, Kauffrau für Bürokommunikation Kuhn Stefan 1,25, Möst Johann Holzbau, Nesselwang, Zimmerer Proba Kerstin 1,42 Berufsfachschule Hauswirtschaft, Hauswirtschafterin

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