Guter Start in Krisenzeiten

Geburtshilfe im Klinikum Kempten noch besser aufgestellt

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Im Kreißsaal am Klinikum Kempten ist für einen gelungenen Start ins Leben bestens gesorgt.

Oberallgäu – Die Corona-Pandemie stellt alle vor große Herausforderungen. Auch die Hebammen und das Kreißsaal-Team am Klinikum Kempten. Es mussten einige Strukturen verändert und Anpassungen vorgenommen werden, um den gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden.

Das Wichtigste zuerst: Am Klinikum Kempten werden weiterhin alle Schwangeren und Geburten wie bisher betreut und die Papas dürfen selbstverständlich bei der Geburt dabei sein. Täglich zwischen 8 und 10 Uhr und zwischen 15 und 17 Uhr (in diesen Zeiten jeweils nur für eine Stunde) dürfen ausschließlich die Papas ihre Familie in der Klinik besuchen kommen.

„Die Geburtshilfe im Kreißsaal läuft wie gewohnt weiter. Wir bitten alle Schwangeren dringend, über den Haupteingang in den Kreißsaal zu kommen!“, betont Christian Wucherer in seiner jüngsten Presseinformation des Klinikverbundes Allgäu.

An Covid-19 erkrankte Schwangere werden in einem isolierten Kreißsaal betreut. Vorausgesetzt, dass es Mutter und Kind gut geht, bleiben diese zusammen und werden nicht voneinander getrennt.

Der Partner oder eine andere vertraute Person, darf die Schwangere zur Geburt begleiten. „Die Geburt eines Kindes ist ein so außergewöhnliches Ereignis, das es hierfür eine Ausnahme vom Besuchsverbot gibt!“, so Wucherer weiter.

„Nach der Geburt versuchen wir den Eltern mit ihrem Baby noch eine möglichst lange, ungestörte, gemeinsame Zeit im Kreißsaal zu gönnen. Werden Mutter und Kind nach etwa zwei Stunden auf die Wochenstation verlegt, ist es jedoch für die Väter an der Zeit, sich zu verabschieden. Täglich zwischen 8 und 10 Uhr und zwischen 15 und 17 Uhr dürfen ausschließlich die Papas ihre Familie für eine Stunde in der Klinik besuchen kommen.“

Positive Zwangsruhe

Wucherer: „Darüber hinaus bitten wir alle anderen Angehörigen das strikte Besuchsverbot zu beachten. Wir stellen eine positive Auswirkung der Zwangsruhe auf die neugeborenen Babys und ihre Mütter fest. Kuscheln, Zeit und Ruhe zum Stillen und viel Körperkontakt zur Mutter erhöhen spürbar die Zufriedenheit der neugeborenen Babys.“

Nach 48 Stunden erfolgt beim Baby die sogenannte U2-Untersuchung durch den Kinderarzt. Bis dahin sind das Neugeborenscreening (Bluttest auf Stoffwechselerkrankungen) und der Hörtest ebenfalls in der Klinik durchgeführt worden. Geht es Mutter und Baby gut, steht danach einer Entlassung nichts im Wege.

Eine frühere Entlassung sei natürlich möglich, zwinge die Eltern jedoch die U2, die Blutabnahme und den Hörtest selbst organisieren zu müssen. Dies berge ein unnötiges Infektionsrisiko. Deshalb empfehle man den Müttern, zwei bis drei Tage in der Klinik zu bleiben. Denn in der Klinik stehen die Pflegekräfte auf der Station und die Hebammen für Rückfragen und Probleme zur Verfügung.

Darüber hinaus sind die Hebammen, aufgrund der Corona-Pandemie angehalten die Hausbesuche auf das Nötigste zu beschränken und zeitlich zu begrenzen oder durch Telefonate zu ersetzen! Probleme beim Anlegen oder ein Milcheinschuss können bei einem kurzen Besuch pro Tag nicht gelöst werden.

„Trotz Corona-Krise tut das gesamte Kreißsaal-Team am Klinikum Kempten alles, damit bei uns weiterhin sicher und behütet die neuen Erdenbürger das Licht der Welt erblicken“, so Christian Wucherer abschließend.

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