"Handlungsbedarf" beim Illerstadion

Weiter verfolgt wird das Projekt Trend-sporthalle in Sonthofen. Dass in absehbarer Zeit „Handlungsbedarf“ beim Gebäude des Illerstadions besteht, scheint klar. Der Bau aus den 1950-er Jahren ist „in die Jahre gekommen“ und die zwei Überschwemmung vor einigen Jahren taten ein Übriges. Das Projekt einer Trendsporthalle soll den alten Bau ersetzen und mit neuen Trainings- und Sportangeboten aufwarten.

„Die Anlage ist in diesem Zustand mittelfristig nicht mehr nutzbar“, so die Bilanz, die Stadtbaumeister Lutz-Holger Behre im Stadtrat zog. „Man muss was tun.“ Behre schätzt den Aufwand, der auf die Stadt im Falle einer Sanierung des Stadiongebäudes zukommt, auf rund 1,1 Millionen Euro. Als „eine Chance, die man nutzen sollte“ betrachtet Bürgermeister Hubert Buhl das Projekt Trendsporthalle als gute Alternative. Das Sport- und Freizeitangebot würde verbessert und durch den Kletterturm erweitert. Verlockend dabei: Die Stadt müsste bei einem Neubau nicht wesentlich mehr Geld investieren, da mit dem Deutschen Alpenverein und der Firma Buchmann weitere Partner im Boot wären. Buchmann würde die Halle und Gastronomie bestreiten, der Alpenverein den Kletterturm und die Stadt die Gründung, Sozialräume und die Schießanlage. Um das Projekt voran zu bringen muss zunächst die bestehende Stadiongesellschaft Illerstadion GbR aufgelöst werden. Damit muss der Schützenverein einverstanden sein. Der Verein will das in der anstehenden Hauptversammlung beschließen. Als Nachfolge-Konstruktion ist eine neu zu gründende Sportstätten GmbH vorgesehen, an der Stadt, Alpenverein und Buchmann Anteile haben. Den Investitionsanteil der Stadt veranschlagt Behre auf 1,6 Millionen Euro - rund 123 000 Euro pro Jahr bei einer Laufzeit von 25 Jahren. Unterm Strich sogar nur 93000 Euro, da die Stadt Erbbauzins in Höhe von 30000 Euro pro Jahr einnehme. „Kann sich die Stadt das überhaupt leisten?“ wollte Stadtrat Christian Lanbacher (Freie Wähler) wissen, wo doch offenbar Geld für Schulen und Vereine fehle. Das sei schlicht ein „Totschlagargument“, konterte der Bürgermeister. Die Stadionsanierung komme unweigerlich auf die Stadt zu. Das Projekt sei eine Chance, für einen ähnlichen nvestitionsaufwand einen erheblichen Mehrwert zu erzielen. Ihm, Buhl, sei sehr wohl bewusst, dass der Haushalt nicht zusätzlich belastet werden dürfe. „Aber deshalb können wir den Kopf nicht in den Sand stecken.“

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