Das Original hat Zukunft

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Die Kammersieger aus Schwaben, mit Präsident Hans-Peter Rauch, Vizepräsident Paul Brugger, Hauptgeschäftsführer Ulrich Wagner, stv. Hauptgeschäftsführer Siegfried Kalkbrenner.

„Made in Germany. Das Original.“ – so lautete das Motto der schwäbischen Abschlussfeier des Leistungswettbewerbs des deutschen Handwerks. Motivation, Einsatz und Kreativität für das Handwerk und den eigenen Beruf stellte Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der HWK, in den Mittelpunkt seiner Begrüßung.

„Freude an der Arbeit entwickelt sich durch eigene Motivation gepaart mit Kreativität, den richtigen Rahmenbedingungen und Vorbildern. Genau so, setzen wir dies im Handwerk um. Dank hervorragenden Ausbildern, die tolle Vorbilder sind, wird die Begeisterung und Leidenschaft für das Handwerk geweckt. Dann stehen die Chancen gut, aus jungen talentierten Lehrlingen Handwerker der Spitzenklasse zu machen“, lobte Wagner die Kammersieger 2017. Sie hatten in einem spannenden Wettbewerb ihr handwerkliches Können in der Praxis unter Beweis gestellt.

Hans-Peter Rauch, Präsident der HWK Schwaben, verglich die Leistung der jungen Handwerker mit dem Fußball: „Mit ihrem Kammersieg spielen Sie jetzt in der ersten Liga. Sie haben weitergemacht, um noch mehr zu erreichen und sich abzuheben von allen anderen. Sie sind mit Ihrem Ehrgeiz in die Nachspielzeit gegangen. Sie wollten das Spiel gewinnen und sich für die Leistung über mehr als 90 Minuten belohnen.“

Die Liste der diesjährigen Sieger, 18 junge Frauen und 41 Männer, zeigt die ganze Bandbreite im schwäbischen Handwerk. In vielen Bereichen konnte der Nachwuchs brillieren. Neben Dachdeckern, Elektronikern und Metallbauern hat das schwäbische Handwerk auch in ausgefallenen Berufen, wie zum Beispiel der Goldschmiedin oder dem Orgel- und Harmoniumbauer, hervorragend qualifizierte Fachkräfte vorzuweisen. Diese jungen Fachkräfte seien Vorbilder für alle, die derzeit in der Ausbildung sind und auch für alle, die in den nächsten Jahren die Schule beenden werden und sich dann entscheiden müssten, wie es weitergeht. Eine handwerkliche Ausbildung biete hier ein sehr gutes berufliches Fundament und eine ausgezeichnete Lebensperspektive, so Rauch.

Am Leistungswettbewerb des deutschen Handwerks konnten sich Nachwuchshandwerker bis zu einem Alter von 25 Jahren beteiligen. Zur Teilnahme gemeldet wurden Absolventen der Gesellen- und Abschlussprüfungen 2017, die die beste praktische Prüfungsarbeit in ihren jeweiligen Prüfungsbezirken abgelegt hatten. Während bei manchem Gewerk das zur Prüfung angefertigte Gesellenstück für den Wettbewerb bewertet wurde, mussten in anderen Berufen, beispielsweise bei den Friseuren oder im Bau- und Nahrungsmittelhandwerk, zusätzlich Arbeitsproben gefertigt werden. Die Kammersieger können jetzt an weiteren Berufswettbewerben teilnehmen. Die nächsten Ebenen sind der Landeswettbewerb und der Bundeswettbewerb.

HWK-Präsident Rauch stellte in seiner Rede die duale Ausbildung in den Mittelpunkt. Trotz des demografischen Wandels konnte das schwäbische Handwerk zum Start ins Ausbildungsjahr ein Plus von 7 Prozent neuer Ausbildungsverhältnisse verzeichnen. Das sei, so Rauch, auch ein Indiz dafür, dass die Karrieremöglichkeiten, die es im Handwerk gibt, erkannt werden und die gewerbliche Ausbildung eine gute Alternative zur akademischen Ausbildung darstellt.

Mit der Kampagne „Elternstolz“ sei man in Bayern auf einem guten Wege, der Gesellschaft den Wert einer beruflichen Ausbildung wieder stärker ins Gedächtnis zu rufen und die Attraktivität und Möglichkeiten im Handwerk hervorzuheben. Rauch freute sich auch darüber, dass aktuell mehr Jugendliche mit Abitur oder mittlerem Bildungsabschluss den Weg ins Handwerk finden. „Das ist eine positive Entwicklung. Die Anforderungen in den handwerklichen Berufsbildern werden anspruchsvoller und wir brauchen künftig tüchtige und fähige Fachkräfte, um im Wettbewerb bestehen zu können“, sagte der Präsident.

Ein besonderer Dank galt auch in diesem Jahr wieder den Ausbildern in den Unternehmen. HWK-Präsident Rauch sagte hierzu: „Wer ein erstklassiger Handwerker werden will, der braucht eine erstklassige Ausbildung – und dafür garantiert ein erstklassiger Meister, der den Lehrling führt. Es ist immer wieder toll, wie manche Ausbilder sich so für ihre Nachwuchskräfte einsetzen und sie unterstützen, wenn es dann um die Arbeitsproben beim Leistungswettbewerb geht.“ Mit Reimund Kleinert, Michael Erhard, Kurt Brenner und Hans-Georg Rieser wurden vier Ausbilder in diesem Jahr mit der Silbernen Ehrennadel des Schwäbischen Handwerks ausgezeichnet, weil sie bereits dreimal einen Kammersieger hervorgebracht hatten.

treu

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