Auf allen zwölf kommunalen Parkplätzen jetzt

Handy-Parken im Walsertal

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Einen Roten Knopf gab es nicht beim Startschuss, sondern ein Smartphone: Wolfgang Maier (von links) von der Parkraumüberwachung, Sandra Brutscher (Vorstand Kleinwalsertal Tourismus), Bürgermeister Andi Haid, Keven Lehmann (Firma Parkster) Patrick Hilbrand (Sicherheitswache Gemeinde Mittelberg) setzten das „Handyparken“ im Walsertal in Betrieb.

Kleinwalsertal – Parken mit dem Smartphone im Kleinwalsertal: Autofahrer können ihre Parkscheine auf allen zwölf kommunalen Parkplätzen im Tal jetzt mit dem Smartphone lösen.

„Wir schaffen mit dem Smartphone-Parken eine weitere Bezahlmöglichkeit für die Benutzung der Parkplätze“, so Andi Haid, Bürgermeister der Gemeinde Mittelberg. „Als eines der führenden Urlaubsgebiete im Alpenraum bieten wir unseren Gästen damit einen wirklichen Mehrwert: Sie können den digitalen Parkschein bequem über ein Smartphone lösen und von unterwegs aus verlängern, egal, ob sie das Kleinwalsertal auf einer Wandertour erkunden, im Schwimmbad verweilen oder einen der Kurzparkplätze für Einkäufe benutzen. Lästiges Kleingeldsuchen und Warteschlangen an den Parkautomaten gehören der Vergangenheit an.“

Kooperationspartner bei der App für das digitale Parken ist das Unternehmen Parkster. Es vermarktet Lösungen zur Parkraumverwaltung für Städte und Gemeinden, Tourismusverbände sowie Immobilienbewirtschafter und Parkraumbetreiber. Parkster wurde 2010 in Schweden gegründet und ist seit 2018 mit einer Tochtergesellschaft auch in Deutschland am Markt aktiv. Mit der Gemeinde Mittelberg startet Parkster jetzt auch in der ersten Gemeinde im benachbarten Österreich.

Mit weiteren Parkplatzbetreibern werden derzeit Gespräche geführt, um das Angebot auf das gesamte Kleinwalsertal auszuweiten. Auch die privaten Parkplatzbetreiber in den Ortsteilen Baad und Schwendle führen im Laufe des Augusts das digitale Parken ein. Die Fa. Parkster ist auch mit den OK Bergbahnen in Gespräch. Ziel ist es, das Angebot auf allen Parkplätzen im Kleinwalsertal mit einer App für Einheimische und Gäste anzubieten. Im Oberallgäu sind die Kommunen Oberstaufen, Immenstadt und Blaichach Partner von Parkster.

So geht‘s

So funktioniert das Smartphone-Parken: Der Autofahrer benötigt für das Lösen eines digitalen Parkscheins die Parkster App auf seinem Smartphone. Die App ist für Android-Endgeräte auf Google Play sowie für das iPhone im App Store kostenlos erhältlich. Für den Parkvorgang gibt der Autofahrer sein Kennzeichen und die Parkdauer in der App auf seinem Smartphone ein. Klarer Pluspunkt des digitalen Parkscheins gegenüber seinem gedruckten Kollegen: Der Autofahrer kann mit seinem Handy die Parkzeit im Rahmen der Höchstparkdauer verlängern. Kein Grund mehr also, ein Knöllchen zu fürchten, wenn er im Café noch bleiben möchte oder es im Wartezimmer länger dauert. Kehrt er früher zu seinem Fahrzeug zurück, beendet er den digitalen Parkschein vorzeitig und spart so unnötige Parkgebühren.

Abrechnung

„Wir haben uns auf die Fahnen geschrieben, digitales Parken möglichst einfach, transparent und kundenfreundlich zu machen“, so Stefanie Rudoll, Sales Managerin bei der Parkster Deutschland GmbH. Sie betont, dass mit der Parkster App keine höheren Parktarife anfallen. „Wer privat mit der Parkster App parkt, bezahlt dafür das Gleiche wie am Parkautomaten. Darüber hinaus bieten wir dem Autofahrer in der App kostenpflichtige Zusatzdienste, wie ein gemeinsames Familienkonto, an.“ Die Eingabe sensibler Kontodaten in der App ist nicht erforderlich. Bezahlt wird auf Rechnung oder mit Kreditkarte. Der Autofahrer erhält hierzu von Parkster per Post oder E-Mail eine monatliche Rechnung, die detailliert seine Parkvorgänge auflistet. Der Autofahrer kann festlegen, ob er diese Rechnung per Mail (kostenfrei, voreingestellt) oder per Post (2,99 Euro inkl. MwSt. pro Rechnung) erhalten will. Um von E-Mail-Rechnung auf Postrechnung umzustellen, loggt er sich unter https://www.parkster.de/login in seinem Benutzerkonto ein.

„Schwarzparken“ lohnt nicht Und wie wird der digitale Parkschein kontrolliert? Die kommunale Verkehrsüberwachung kann alle über die Parkster App gelösten Parkscheine in Echtzeit einsehen. Deren Mitarbeiter sehen also bei jedem Fahrzeug sofort, ob ein Ticket gelöst wurde und ob dieses noch gültig ist.

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