Hilfe für Afrika

Seit über 10 Jahren unterstützen die Schüler und Lehrer der Schule den Oberstdorfer Verein „Hilfe für Afrika – Wasser für Senegal“. Auf dem Foto (von rechts) Studiendirektor Hermann Siegel, Franz Bickel, Felix Böck, Schulleiter und Oberstudiendirektor Dieter Friede. Klassensprecher Florian Klaas, 2. Klassensprecherin Selina Aue, Korbinian Amann, Personalratsvorsitzende Astrid Geiger und Studiendirektor Werner Weber. Foto: Elke-Sabine Barth

Die Berufsfachschule Immenstadt unterstützt seit rund zehn Jahren den Verein „Hilfe für Afrika – Wasser für Senegal“. Vor kurzem wurde einmal mehr eine Spende übergeben. Der von dem Oberstdorfer Franz Bickel gegründete Verein, leistet seit 1992 Hilfe zur Selbsthilfe an der Westspitze Afrikas. Immer wieder waren Lehrer wie auch Schüler der Staatlichen Berufsfachschule Immenstadt auf eigene Kosten in Colobane, um die Ausbildungsstätte für Schreiner, Metallbau und Näherinnen zu besuchen und sich vor Ort über die aktuellen Brunnenbauprojekte zu informieren. So wurde das Entwicklungsprojekt aus Afrika lebensnah in die Schreinerfachklassen getragen. Studiendirektor Hermann Siegel ist zuständig für die Kommunikation zwischen Schule und Verein. Aktiv wurden Lehrer wie Schüler in die Phasen der einzelnen Projekte mitgenommen.

Mit einem Euro pro Schüler und Monat hat jede Schreinerfachklasse die Patenschaft für die Ausbildung eines Jugendlichen am Ausbildungszentrum übernommen. Derzeit werden ein Schreiner und eine Mechanikerin in Senegal ausgebildet. 1360 Euro überreichte die Berufsfachschule nun an Vorstand Franz Bickel. Eine stattliche Summe, die durch verschiedene Aktionen der Schüler und Lehrer zusammenkam. Vor wenigen Wochen war Korbinian Amann in Senegal. Seine Eindrücke vermittelte er mit Bildern und Erzählungen lebhaft den Mitschülern. „Eindrücke, die auch fürs weitere Leben prägen und ein neues Selbstbewusstsein vermitteln – so, dass man auch andere Schritte wagt“, bestätigt der ehemalige Schreinerschüler Felix Böck. Er war im Jahr 2008 in Senegal und studiert Holztechnik in Rosenheim. „Eine finanzielle Unterstützung die zu 100 Prozent dort ankommt, wo sie gebraucht wird“, versichert Vorstand Franz Bickel. Die bis heute fertiggestellten 65 Brunnen, die etwa 45000 Menschen mit Wasser versorgen zeigen, dass Wasser Leben bedeutet. Dabei bietet der Verein nur eine Hilfe zur Selbsthilfe. Die Dorfbewohner müssen beim Brunnenbau mithelfen und sich auch finanziell beteiligen. Ein aktuelles Großprojekt wird im September in Betrieb genommen. Ein Tiefbohrbrunnen mit Wasserturm wird zukünftig rund 15000 Menschen in 24 Dörfern mit sauberem Trinkwasser versorgen.

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