Gutes Bier, noch besser verpackt

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Zusammen mit Sonthofens Bürgermeister Christian Wilhelm (rechts) stieß die „Hirschbräu-Mannschaft“ mit (von links) Kilian Stückler, Christian Walcher, Alex Hartmann, Daniel Abrell, Claudia Höss-Stückler und Bernd Urlaub auf die neue Fassabfüllanlage an.

Sonthofen – Knapp zehn Wochen nach dem „Zapfenstreich“ für die alte Abfüllanlage in der Hirsch-Brauerei in Sonthofen, ging jetzt die hochmoderne Nachfolgemaschine in Betrieb. Der Hirschbräu sieht die Innovation als „einen Schritt von vielen“, die Brauerei fit zu machen für die Zukunft.

Der Einbau der neuen Fassabfüllanlage war eigentlich nur der letzte Akt dieser Modernisierung der Brauereitechnik der Hirschbräu. Vor der Erneuerung der Anlage stand die umfangreiche Sanierung des Fasskellers. Dieser wurde entkernt, mit neuen Abflüssen ausgestattet und gefliest. Zudem wurden neue Kühltüren eingebaut und zum Teil neue Trennwände eingezogen.

Um die Bauzeit nicht zum „Stillstand“ für die zahlreichen Kunden werden zu lassen, hatte die Sonthofer Brauerei 360 Fässer angemietet, mit Hirsch-Bier befüllt und „auf Halde“ in mehreren Depots gelagert. „Das letzte Fass auf der alten Anlage wurde am 30. September befüllt, erinnert sich Brauerei-Chefin Claudia Höss-Stückler, sichtlich froh, dass jetzt wieder alles läuft. „Besser und auf noch höherem Hygieneniveau als bisher“, wie Braumeister Kilian Stückler mit Blick auf die steigenden Ansprüche der Lebensmittelindustrie ergänzt. Rund 250.000 Euro ließ sich der Hirschbräu den „ersten Schritt“ in die Zukunft kosten. Die Vorgängeranlage, so berichtet Stückler weiter, habe 30 Jahre lang ihre Arbeit zuverlässig verrichtet. Die alte Maschine ging damals mit der Nummer 19 aus der Firma m+f KEG Technik in Bottrop. Daher setzte der Hirschbräu auch jetzt auf die langjährige gute Zusammenarbeit mit dem Familienunternehmen. Die neue Anlage „Minomat A 6/6“ trägt die Maschinennummer 1906. Man setze auf die Erfahrung von fast 1900 Anlagen, so Kilian Stückler. Über sechs Stationen – von der mehrfachen Innenreinigung über Klarspülung und Sterilisation bis zur Füllung – „spuckt“ die neue hochmoderne computergesteuerte Anlage bis zu 60 Fässer pro Stunde aus. Die Feineinstellung und Einweisung der Brauerei-Mitarbeiter dauerte einige Tage.

Die neue Anlage ermöglicht es, neben den gängigen Edelstahlfässern für den regionalen Markt auch spezielle Fässer für den Export zu füllen. Diese Behälter kommen im Gegensatz zu den Mehrweg-Fässern im Inland nicht mehr zurück in die Brauerei. Man brauche also nicht zu fürchten, dass in der Zwischenzeit etwa andere Dinge in die Fässer abgefüllt wurden, die für Bier gar nicht gut seien, wie Kilian Stückler betont. Hirsch-Biere vom Fass können in Zukunft auch im Ausland genossen werden. Und gerade den Export will der Hirschbräu forcieren. Hier sieht sich das Familienunternehmen gut im Markt unterwegs und will neue Chancen nutzen.

Josef Gutsmiedl

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