Ausstellung "Bauen mit Holz" in Sonthofen

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Bauen mit Holz hat im Allgäu Tradition und ist wieder im Trend, wissen Dipl. Ing. Frank Lattke (von links), Landrat Anton Klotz und Hugo Wirthensohn vom Holzform Allgäu.

Sonthofen – Im Rahmen des Leader-Projektes „Netzwerk Wald und Holz im Allgäu – Gemeinsam mehr erreichen“ ist derzeit die Ausstellung „Bauen mit Holz in Bayerisch-Schwaben“ bis 24. Mai im Landrats­amt Oberallgäu in Sonthofen zu sehen.

In der Ausstellung werden die wichtigsten heimischen Hölzer vorgestellt und eindrucksvolle Holzbauen in Schwaben präsentiert, aber auch aufgezeigt, wie vielseitig und vielfältig der Werkstoff Holz sich „verbauen“ lässt.

„Holzhäuser haben im Allgäu eine lange Tradition“, sagte der Oberallgäuer Landrat Anton Klotz bei der Eröffnung der Wanderausstellung „Bauen mit Holz in Bayerisch-Schwaben“. Die erhalten gebliebenen Holzhäuser seien beste Beispiele und passten sehr gut zum Motto der Ausstellung. Und: „Der Holzbau im Allgäu erlebt einen neuen Aufschwung.“ Viele Neubauten würden wieder mit und aus Holz gebaut und erfüllten auch hinsichtlich bester Energiestandards die Anforderugen der Zukunft. Die Ausstellung im Foyer des Landratsamtes solle die Möglichkeiten des Baustoffes Holz ins Bewusstsein rücken.

Der Landkreis Oberallgäu setze ebenfalls verstärkt auf den Baustoff Holz. Klotz verwies dabei auf den Neubau des Verwaltungsgebäudes des Sozial-Wirtschaftswerkes SWW in Sonthofen, das als bayernweites Musterbeispiel für einen Bau in dieser Größe gilt. Klotz: „Auch beim Erweiterungsbau des Landratsamtes setzten wir auf den Baustoff Holz.“ Das im vergangenen Jahr fertiggestelle neue „Grüne Zentrum“ in Immenstadt sei ein weiteres Aushängeschild für die Möglichkeiten im Holzbau. „Weil uns die Bedeutung von Holz und seiner gesamten Wertschöpfungskette sehr gut bekannt ist, und weil wir uns der Vorbildwirkung der öffentlichen Hand bewusst sind, sind unsere Entscheidungen in der Vergangenheit für Holz gefallen.“

Holz in seiner Vielfalt nach vorne bringen will der Verein Holzforum Allgäu. Diese regionale Organisation der Holzwirtschaft wolle die Vernetzung der Holzbranche weiter verbessern, so Hugo Wirthensohn, der Erste Vorsitzende des Vereins. „Wir sind zwar ganz gut aufgestellt, wollen den Rohstoff Holz weiter fördern.“ Er mache in der Region viele engagierte Firmen und Kräfte aus – „aber jeder schafft vor sich hin“, so Wirthensohn. Ein wichtiger Schritt sei etwa vor Kurzem die Etablierung der Marke „Allgäu Holz“ gewesen, die die Bündelung weiter voranbringen soll.

Dipl. Ing. Frank Lattke, der auch im Gestaltungsbeirat der Stadt Sonthofen tätig ist, lenkte den Blick auf eine weitere Facette der Ausstellung: Holz weise eine Vielzahl ästhetischer Qualitäten auf, die bei der Gestaltung von Oberflächen oder Verkleidungen genutzt werden können. Generell sei die Ausstellung eine wunderbare Möglichkeit die „große Bandbreite der Nutzung von Holz“ aufzuzeigen. „Es muss nicht immer die graue Scheune sein.“

Die Ausstellung – ein Gemeinschaftsprojekt des Architekturmuseums Schwaben und des Netzwerks Holzbau im Raum Augsburg – zeigt schlaglichtartig die Vielseitigkeit des Roh- und Baustoffes Holz an zahlreichen Beispielen von Holzbauten in Bayerisch-Schwaben auf. „Bauen mit Holz“ ist während der Öffnungszeiten des Landratsamtes Oberallgäu bis 24. Mai zugänglich – Montag bis Freitag jeweils von 8 bis 12 Uhr, montags, mittwochs und donnerstags zusätzlich von 13.30 bis 16 Uhr.

Josef Gutsmiedl

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