Kommt der CO2-Bonus? Gesprächsrunde im Grünen Zentrum in Immenstadt

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Die Teilnehmer der Gesprächsrunde vor dem Grünen Zentrum in Immenstadt mit (von links) Martin Bentele, Dr. Ulrich Sauter, MdL Thomas Kreuzer, Dr. Jürgen Bauer, MdL Angelika Schorer MdL, Xaver Haas, Peter Fickler, Prof. Dr. Hubert Röder und Hugo Wirthensohn vom Holzforum Allgäu.

Immenstadt – Zu einer Gesprächsrundehatten kürzlich die Sprecher der der Cluster-Initiative Forst und Holz in Bayern, Xaver Haas und Prof. Dr. Hubert Röder, sowie der Vorsitzende des Kuratoriums von proHolz Bayern, Martin Bentele, ins Grüne Zentrum in Immenstadt geladen.

Als Beginn einer Vorstellungsrunde bei Politik und Verbänden trafen die Sprecher der Cluster-Initiative Forst und Holz in Bayern, Xaver Haas und Professor Dr. Hubert Röder sowie der Kuratoriumsvorsitzende von proHolz Bayern, Martin Bentele, mit dem Vorsitzenden der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, Thomas Kreuzer zusammen. Als Ort hatte man bewusst das Grüne Zentrum in Immenstadt in Kreuzers Wahlkreis gewählt. Mit dabei war auch die Nachbarabgeordnete aus dem Ostallgäu und Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses im Bayerischen Landtag, Angelika Schorer. Das Grüne Zentrum, ein auffälliges, dreistöckiges Verwaltungsgebäude in Immenstadt, ist ein Musterholzbau, der von neun verschiedenen Verbänden und Einrichtungen wie etwa dem Landwirtschaftsamt genutzt wird.

Der Stellvertretende Amtsleiter Dr. Ulrich Sauter erläuterte bei einer Führung das dem Gebäude zugrunde liegende Konzept und betonte die Akzeptanz der Mitarbeiter: „Sie fühlen sich an ihrem Arbeitsplatz hier wohl!“ Zu Beginn der Gesprächsrunde stellte proHolz Bayern Kuratoriumsvorsitzender Bentele das Potenzial der heimischen Forst- und Holzwirtschaft dar, was besonders für den Klimaschutzaspekt gelte. So stelle die durch die Speicherung von Kohlenstoffdioxid (CO2) in Wald sowie bei der stofflichen und energetischen Nutzung von Holz erzielte Klimarelevanz mit knapp 20 Millionen Tonnen rund ein Viertel des im Freistaat jährlich emittierten CO2 dar. Will man diese Funktion erhalten, müsse auch künftig die Holzbereitstellung gesichert sein. Die Herausforderung werde sein, den zunehmenden strukturellen Problemen bei der Erbfolge im Kleinprivatwald erfolgreich zu begegnen. Kreuzer und Schorer erkannten die Notwendigkeit, hier vielfältige Modelle zur Ansprache und Kontaktaufnahmen bereit zu stellen. Zudem habe man sich bereits mit der Evaluierung der forstlichen Förderung befasst.

Das Thema Nationalpark bleibt ein Dauerbrenner bei Forst und Holz. Prof. Dr. Röder bat die Abgeordneten darauf zu achten, dass bei den Zuständigen in der Staatsregierung weiterhin die vorgegebenen Faktoren „naturschutzrechtliche Eignung und das breite Einverständnis vor Ort“ geprüft würden. Clustersprecher Haas konfrontierte die Abgeordneten mit den Rahmenbedingungen für den Holzbau. „Es muss nicht alles in Holz gebaut werden, aber die Voraussetzungen sollten so sein, dass Holz bei der Planung von Gebäuden nicht durch Regelungen benachteiligt ist“, lautete sein Petitum. Man war sich einig, dass im zuständigen Wirtschaftsausschuss im Landtag die Diskussionen in die richtige Richtung liefen. Die Zukunft der Clusterinitiative Forst und Holz war ebenfalls Bestandteil der Diskussion. Cluster-Geschäftsführer Dr. Jürgen Bauer skizzierte die Struktur der sehr kleinteiligen Forst- und Holzwirtschaft.

Bei Thomas Kreuzer traf er damit auf Verständnis: „Die Forst und Holzwirtschaft ist eine wichtige Säule unseres ländlichen Raums in Bezug auf Wertschöpfung und Arbeitsplätze. Zur Stärkung der Innovationskraft braucht es auch in Zukunft eine staatliche Co-Finanzierung der Clusterarbeit“. Die Vorbildrolle des Allgäus bei der Holzverwendung präsentierte abschließend der Vorsitzende des Holzforums Allgäu, Hugo Wirthensohn. Auch wenn man schon Erfolge vorweisen könne, sei man noch lange nicht da, wo man hin wolle. Wegweisend könnte hier ein Modell sein, wie es von der Stadt München mit einem CO2-Bonus umgesetzt werde, das den Einsatz regionaler nachwachsender Rohstoffe honoriert. Schorer und Kreuzer, beide im Allgäu auch kommunalpolitisch aktiv, vernahmen dies mit Interesse.

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