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Immenstadt: Untere Zollbrücke bekommt (wieder) Treppenturm

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Untere Zollbrücke Immenstadt
So sah der alte Treppenturm aus. © Josef Gutsmiedl

Immenstadt – Voll im Gang ist der Neubau der Unteren Zollbrücke in Immenstadt. Nach längerem Hin und Her scheint nun eine Lösung für Fußgänger und Radler gefunden.

Nach Auslotung mehrerer Möglichkeiten für einen „Weg“ für Fußgänger und Radfahrer, scheint nun eine Lösung gefunden. Aus drei Varianten für eine Fußgängerquerung an der neugebauten Unteren Zollbrücke kristallisiert sich ein einziger Vorschlag als umsetzbar heraus. Entstehen soll erneut ein Treppenturm – aber einer mit deutlich mehr „Komfort“.

Die Untere Zollbrücke bei Immenstadt ist nicht nur für Autofahrer, sondern auch für Fußgänger und Radfahrer eine wichtige Möglichkeit zur Illerquerung. Der Illerradweg allerdings liegt rund sechs Meter unterhalb des derzeit im Neubau befindlichen Brückenbauwerks. Bislang wurde der Höhenunterschied mittels eines Treppenturms überwunden. Die Stufen verliefen recht steil und erwiesen sich oftmals als richtiges Hindernis – der Turm war nicht im Ansatz barrierefrei.

Drei Varianten für eine mögliche Fluss­querung

Auch künftig soll es für Radelnde und Fußgänger eine Möglichkeit geben, ausgehend vom Illerradweg auf die andere Flussseite zu kommen. Darauf einigten sich die Stadt Immenstadt und der Landkreis Oberallgäu bereits Anfang Juli. Drei Varianten für eine mögliche Fluss­querung legte die schon mit dem Brückenneubau beauftragte Konstruktionsgruppe Bauen aus Kempten und das Ingenieurbüro Klinger aus Dietmannsried vor. Recht schnell verabschiedete man sich von der Idee einer Hängebrücke. Die Gründe: Kostenintensiv in Bau und Unterhalt, zu kompliziert in der baulichen Umsetzung in Verbindung mit der Bahn und nicht barrierefrei. Der Vorschlag zur Errichtung einer Fachwerkbrücke über den Fluss fand indes eine deutliche Mehrheit im Immenstädter Stadtrat. Obschon die teuerste Variante, überzeugte die Idee einer gänzlich barrierefreien Fußgängerquerung das Gremium.

Erst hiernach wurde bekannt, dass die favorisierte Variante baulich aus Gründen des Hochwasserschutzes nicht umsetzbar ist.

Ersatz-Variante nicht barrierefrei

Als Ersatzmaßnahme einigten sich Bürgermeister Nico Sentner und die Landkreisverwaltung auf die dritte noch verbliebene Lösung: Auch künftig soll die Untere Zollbrücke vom Illerradweg aus über einen Treppenturm mittels eines Stegs über die Bahnlinie von der städtischen Straße „Unterzollbrücke“ erreichbar sein. Anders als bisher sehen die Planungen nun aber eine integrierte Schieberampe vor. Die so entstehende Lösung sei immerhin „barrierearm“ und führe laut Bürgermeister Nico Sentner zu „einer deutlich verbesserten Situation. Kinderwagen, Fahrräder und E-Bikes etwa können dann deutlich bequemer bewegt werden als bisher.“

Der Treppenturm schlägt mit rund 750 000 Euro zu Buche, wobei die Stadt Immenstadt 70 000 Euro übernimmt. Nach Fertigstellung der Planung und Abstimmung mit der Deutschen Bahn geht das Landratsamt von einem Baubeginn im Jahr 2023 aus.

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