Hängepartie für Kulturgemeinschaft

Mit einem gewohnt hochkarätigen Programm geht die Kulturgemeinschaft Oberallgäu in die neue Saison.

Oberallgäu – Nach der Saison ist vor der Saison. Das gilt längst auch für die Kulturgemeinschaft Oberallgäu. Das Programm für die neue Saison 2017/2018 liegt jetzt vor und die ersten Aufführungen haben schon stattgefunden.

Doch in den kommenden Wochen und Monaten gibt es ein Kulturprogramm, das dem Ersten Vorsitzenden der Kulturgemeinschaft Oberallgäu, Alfons Zeller, zufolge, den Vergleich mit einem großstädtischen Angebot nicht zu scheuen brauche. Ein musikalischer Höhepunkt wird das 45. Große Symphoniekonzert mit der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz im Mai 2018 in Immenstadt sein.

„Die Stücke, die wir anbieten stimmen offenbar”, meinen Alfons Zeller, der Erste Vorsitzende der Kulturgemeinschaft Oberallgäu KGO, und Geschäftsführer Hartmut Happel. So sei die KGO „ganz passabel“ aus der vergangenen Saison gegangen und mit ihrem Haushalt gut zu Rande gekommen. Nach wie vor schwierig sei die Gewinnung von Abonnenten. „Die Menschen scheuen die langfristige Bindung”, so Zeller. Andererseits liege man aber mit dem Programmangebot offenbar richtig: Die Zahl der spontanen Besucher an der Abendkasse sei überraschen gut und bestätige die Programmmacher der KGO in ihrer Linie.

„Wir können mit manchem großstädtischen Angebot mithalten”, freut sich Zeller über den Kurs bei der Programm gestaltung. Gute Ensembles, so gibt er zu bedenken kosteten allerdings auch Geld. Und in Geld schwimme die KGO beileibe nicht. Vielmehr hänge die Kulturgemeinschaft derzeit sogar in der Luft, weil der Zuschuss der Stadt Immenstadt nicht verfügbar sei. Ab dem Jahr 2018 soll es statt der jährlichen Unterstützung in Höhe von 30 000 Euro nur noch 10 000 Euro geben. Dabei sei aber weder der Zuschuss für die Saison 2016/17 vollständig bereitgestellt, noch die Mittel für die aktuelle Saison – ein letztes Mal 30 000 Euro – verfügbar, kritisieren Zeller und Happel die momentane Hängepartie für die KGO. „Der Einkauf für die nächste Saison ist ja schon im Gang...” Eine Entscheidung werde allem Anschein nach erst im November im Stadtrat getroffen. Man vermisse den Vertrauensschutz seitens der Stadt. Zeller: „Ohne öffentliche Zuschüsse geht es nicht.”

Andererseits habe der Förderverein Hofgarten schon erhebliche Mittel in die Sanierung des Gebäudes investiert und durch persönliches Engagement einiger Mitglieder des Vereins der Stadt erhebliche Einsparungen „verschafft”. Zudem müsse die KGO für jede Aufführung im Hofgarten 600 bis 800 Euro berappen. Andernorts, etwa in Fischen oder in Oberstdorf, würden die Säle und Bühnen kostenlos für Aufführungen der KGO bereitgestellt, so Zeller weiter.

Nur Dank einiger Sponsoren sei das hohe Niveau des Programmes zu halten, betonen Zeller und Happel. Als neuer Sponsoringpartner konnte die Sparkasse Allgäu ins Boot geholt werden, die pro Saison 5 000 Euro zuschießt. Fünf weitere namhafte Unternehmen aus der Region steuern zusammen fast 6 000 Euro bei.

„Im Jahr 2019 wird die Kulturgemeinschaft Oberallgäu ihr 50-jähriges Bestehen feiern können”, blickt Geschäftsführer Hartmut Happel im Vorwort zum aktuellen Programmheft in die Zukunft und meint: „So lange werden wir dieses kulturellen Angebot unterbreiten.”

gts

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