Frischer Wind mit Eichbauer

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Die Immenstädter CSU mit Vorsitzendem Christoph Blees (links) hofft, mit Bürgermeisterkandidat Ralph Eichbauer den „politischen Tiefpunkt“ zu überwinden.

Immenstadt - Die Immenstädter CSU will einen starken Kandidaten ins Rennen schicken. So die einhellige Meinung der anwesenden Mitglieder. Einen, der das Vertrauen der Immenstädter Bürger genieße und „die unsägliche Situation“ im Stadtrat beende.

Stadtrat Paul Hartmann unterstrich dies und ergänzte, dass er „die 13 zu 12 Entscheidungen“ hasse. Angesichts der unguten politischen Situation im Städtle hätte er – wie andere auch – durchaus mit dem Gedanken gespielt, nicht mehr für den Stadtrat zu kandidieren, aber „ich würde mich schämen, als aktiver Stadtrat so abzutreten“. Stadtrat Stefan Hollfelder stellte fest: „Wir befinden uns zur Zeit auf einem politischen Tiefpunkt.“ Stadtrat und Zweiter Bürgermeister, Thomas Wurmbäck, forderte: „Wir brauchen in Immenstadt einen Bürgermeister mit starker Mehrheit im Stadtrat.“ Mit Ralph Eichbauer als einzigem Kandidaten präsentierte der Ortsvorsitzende der Immenstädter CSU, Christoph Blees, den Hoffnungsträger für die Wahl zum Ersten Bürgermeister und für die Stadtratswahlen. 

Ralph Eichbauer ist 36 Jahre alt, verheiratet mit seiner Frau Silke. Er ist Vater einer sechsjährigen Tochter und eines dreijährigen Sohnes. Eichbauer wohnt in Buchenberg und will nach einer erfolgreichen Wahl mit seiner Familie nach Immenstadt umziehen. Seit Mitte 2010 leitet Eichbauer im Landratsamt den personell und finanziell größten Bereich: den Sozialbereich mit Jugendhilfe, Sozialhilfe – und seit Anfang 2012 das kommunale Jobcenter. 

Diese Sozialverwaltung sei leistungsstark, effizient und orientiere sich an den Bürgern und deren Lebenslagen. „Die sozialen Themen sind mir ans Herz gewachsen“, betonte Eichbauer, nirgendwo sonst werde das soziale Wirken so deutlich sichtbar und spürbar wie in der Sozialhilfe. Er stehe beruflich und privat mitten im Leben. Kommunalpolitik betrachte er nicht als Parteipolitik. Sie müsse parteiübergreifend zum Wohle aller Bürger verstanden werden. Und so trage der Erste Bürgermeister für die ganze Stadt Verantwortung. Er verstehe sich selbst als ein „Kümmerer“, der auf die Menschen zugehen wolle und jederzeit ein offenes Ohr für die Bürger haben werde. Sein Ziel sei eine familienfreundliche, lebenswerte, aktive Stadt für Jung und Alt, für Wirtschaft, Handel und Tourismus. 

Nach der einstimmigen Nominierung zum Bürgermeisterkandidaten freute er sich über das eindrucksvolle Wahlergebnis. „Ich freue mich auf den Wahlkampf, weil 100 Prozent hinter mir stehen!“ Stadtrat und CSU-Fraktionsvorsitzender, Rainer Hoffmann, stellte daraufhin kämpferisch fest: „Für mich beginnt mit Ralph Eichbauer heute eine neue Zeit im Städtle.“ 

Eichbauer wird auch von der Jungen Alternative (JA) unterstützt. Die Liste der Stadtratskandidaten ist komplett. 24 Bewerber ließen sich aufstellen, darunter vier Frauen. Es seien starke Frauen und keine Quotenfrauen, betonte der Ortsvorsitzende Blees. „Die Liste besteht aus jungen und dynamischen Kandidaten, die Immenstadt einigen können.“

Hans Ehrenfeld

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