Coronavirus

Coronavirus: Erster bestätigter Fall im Landkreis Oberallgäu

Eine Frau aus dem Landkreis Oberallgäu hat sich in Bologna auf einer Veranstaltung infiziert. Die Kontaktpersonen werden bereits ermittelt und getestet. Die Behörden rufen zur Besonnenheit auf. Bereits letzte Woche wurden die notwendigen Maßnahmen im Fall von Infektionen im Landkreis vorbereitet.

Oberallgäu - Bei der infizierten Person handelt es sich um eine Frau, Mitte 50, aus dem Landkreis Oberallgäu. Die Patientin befindet sich in häuslicher Isolation, ebenso ihr Sohn, der auch Symptome zeigt. Bei dem Sohn wurde der Abstrich bereits genommen. Seine Freundin wird ebenfalls in Kürze getestet. Die Ergebnisse liegen noch nicht vor (Stand 5. März, 11.30 Uhr).

Die Patientin war in Bologna auf einer Veranstaltung. Nach Rückkehr hatte sie leichte Symptome. Sie war seit dem Aufenthalt nicht beim Arbeiten. Nachdem auch ihr Lebensgefährte, der in Hamburg lebt, als infiziert bestätigt wurde, erfolgte auch die Testung der Frau. Eine Übertragung des Virus erfolgt erst über einen längeren „face to face“-Kontakt (mindestens 15 Minuten) mit einer infizierten Person.

Weitere Informationen werden im Laufe des Tages vom Landratsamt bekannt gegeben. Der Kreisbote wird Sie zeitnah informieren. Die Behörden rufen jedoch zur Besonnenheit auf. Wie bereits berichtet wurde eine telefonische Beratung eingerichetet. Das Landratsamt Oberallgäu bietet Ärzten, medizinischem Personal und Bürgern eine Telefon-Hotline während der üblichen Dienstzeiten unter der Telefonnummer 08321 612 520 an. Die Hotline des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit ist unter 09131 6808 5101 zu erreichen.

Hinweise des Gesundheitsamtes beachten

  • Wer in einem der Risikogebiete aufgehalten hat und innerhalb von 14 Tagen nach Rückkehr von dort Symptome bekommt wie Fieber, Muskelschmerzen, Gliederschmerzen, Husten, Schnupfen, Durchfall, sollte Kontakte zu anderen Personen vermeiden und zu Hause bleiben. Wichtig ist, sich umgehend telefonisch mit seiner Hausarztpraxis in Verbindung zu setzen oder den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter Telefon 116 117 anzurufen. Der Hausarzt oder der kassenärztliche Bereitschaftsdienst bespricht mit dem Betroffenen das weitere Vorgehen. Keinesfalls sollten ohne vorherigen Telefonanruf Arztpraxen, die KVB-Bereitschaftspraxen oder die Notaufnahmen in den Oberallgäuer Kliniken aufgesucht werden. 
  • Wer während seiner Italienreise oder seiner Reise in ein anderes Risikogebiet innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt zu einem am Coronavirus Erkrankten hatte, muss umgehend das Gesundheitsamt am Landratsamt Oberallgäu informieren – unabhängig vom Auftreten von Symptomen. 
  • Wer innerhalb der vergangenen 14 Tage in einem Risikogebiet war, sollte – unabhängig von Symptomen – unnötige Kontakte vermeiden und nach Möglichkeit zu Hause bleiben. 
  • Wer Erkältungs- oder Grippesymptome entwickelt, sollte sich – auch unabhängig vom Coronavirus - frühzeitig krankmelden. Selbstverständlich sollte auch sein, ein krankes Kind nicht in die Schule oder in den Kindergarten zu schicken. 
  • Risikogebiete (Stand 02.03.2020) In China: Provinz Hubei (inkl. Stadt Wuhan) Im Iran: Provinz Ghom In Italien: Region Emilia-Romagna, Region Lombardei und die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien. In Südkorea: Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang)

Rubriklistenbild: © Pixabay

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