Heikle Fragen

Was denken die Landratskandidatinnen und Kandidaten im Oberallgäu über 5G?

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Symbolbild

Vor wenigen Wochen richteten die „Mobilfunkkritiker Oberallgäu“ einen offenen Brief an die Bewerber um das Amt des Landrates im Oberallgäu bei der bevorstehenden Landratswahl. Jetzt zieht die Initiative eine durchwachsene Bilanz.

Oberallgäu – Im Fall des offenen Briefes der Initiative Mobilfunkkritiker Oberallgäu an die Landratskandidatinnen und -kandidaten zum Thema 5G, dem neuen Mobilfunkstandard, sei der Wunsch nach Transparenz und einem „offenen Ohr für Fragen, Kritik und Vorschläge“ auf ganz unterschiedliche Weise behandelt worden, stellt Johanna Kling von den Mobilfunkkritikern Oberallgäu fest. Die Initiative, die 5G mit hohem Risiko für Gesundheit, Umwelt und Sicherheit in Verbindung bringt, wendet sich seit längerem an die Öffentlichkeit. Obwohl mehrere Wochen Zeit für eine Antwort auf den offenen Brief waren, hätten leider nicht alle Angeschriebenen die Chance dazu genutzt. Die gestellten Fragen seien von den Kandidaten der Grünen, der ÖDP und dem überparteilichen Bürgerbündnis teilweise sehr ausführlich und entgegenkommend beantwortet worden. Die im Brief angesprochenen möglichen Gefahren durch 5G seien wahrgenommen worden.

Johanna Kling: „Bei diesen Stellungnahmen wurde deutlich, dass das Wohl von Bürgern und Umwelt für die Kandidaten über anderen Interessen steht und Lösungen angestrebt werden, die Nachhaltigkeit, Umwelt- und Gesundheitsschutz in sich vereinen. Auch die große Dialogbereitschaft dieser Parteien war und ist sehr erfreulich.“ Die Kandidatin der Freien Wähler habe bemerkt, sich näher mit dem Thema befassen zu wollen. Dennoch habe auch sie im Fall ihrer Wahl einen persönlichen Dialog und aktive Bürgerbeteiligung in Aussicht gestellt.

„Diese Versprechen werden wir im Fall einer Wahl anhand des tatsächlichen Vorgehens gerne weiterverfolgen“, sagt Johanna Kling. Der Kandidat der SPD verwies auf seine Antwort bei einer Veranstaltung Ende Januar in Sonthofen wo er sagte, dass er 5G mit „einer relativen Skepsis“ gegenüberstehe und erst einmal die Entwicklung dort, wo es eingesetzt werden wird, beobachten wolle. „Besonders schade finden wir die fehlende Bereitschaft von FPD, AfD und CSU sich mit der 5G-Thematik zu befassen. Trotz einer erneuten Bitte um Rückmeldung wurde unsere Anfrage anscheinend als nicht wichtig genug angesehen, um zumindest eine kurze Antwort zu verfassen“, betont Johanna Kling in der Stellungnahme der Initiative weiter.

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