Noch einige Hausaufgaben

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In der Sonthofer Innenstadt ist laut der Passantenbefragung noch einiges verbesserungswürdig.

Einen ersten Einblick in die aktuellen Ergebnisse der sogenannten „Innenstadtbefragung“ gab Andreas Maier von der Wirtschaftsförderung der Stadt Sonthofen bereits in der jüngsten Mitgliederversammlung der Wirtschaftsvereinigung „Attraktive Stadt Sonthofen“ ASS.

Jetzt skizzierte er die Auswertung der Pasantenbefragung auch im Wirtschaftsausschuss des Stadtrates. Das „Zeugnis“ für Sonthofen falle nicht schlecht aus – aber komme über die Schulnote „befriedigend“ dennoch nicht hinaus.

Nicht richtig „rund“ läuft das Projekt „Innenstadtstärkung“ der Wirtschaftsvereinigung in Zusammenarbeit mit der Stadt. Das Ziel der ausgeweitete Kernöffnungszeiten ist noch längst nicht erreicht. Vor allem am Samstagnachmittag scheint es nicht zu klappen. Das Kriterium Besucherfrequenz beleuchtet auch die jüngste „Innenstadtbefragung“. Wie Andreas Maier von der Wirtschaftsförderung der Stadt Sonthofen in der ASS-Mitgliederversammlung folgerte, eine einfache Rechnung: Verlässliche, von einer deutlichen Mehrheit der Geschäfte getragenen Öffnungszeiten, bringen Menschen, mithin potenzielle Kunden, in die Stadt. Oder andersherum: Wenn man wisse, dass ohnehin die meisten Geschäfte geschlossen seien, kämen auch keine Leute. Da habe die Stadt Handlungsbedarf, wiederholte Maier jetzt vor dem Wirtschaftsausschuss.

Noch Aufholbedarf sieht die Passantenbefragung bei einem weiteren Kriterium für Attraktivität: es fehlt an den klassischenSehenswürdigkeiten, was immer man dazu rechnen mag. „Daher hier die schlechte Note“, kommentiert Maier die Schulnote 4 bis 6. Gute Karten habe die Stadt dagegen in den Feldern Sauberkeit, Sicherheit oder Orientierung. Diese Kriterien des „Gesamteindruckes“ auf Besucher sind eher Beiwerk: Menschen wollen Angebote, Erlebnisse... Am liebsten – selbstredend – in angenehmer Umgebung, lässt sich aus der Erhebung schließen.

Weitere Pluspunkte sammelt Sonthofen tatsächlich mit Bereichen des Einzehandelsangebotes (Optiker, Bücher, Lebensmittel, Uhren und Schmuck), aber auch mit dem gastronomischen Angebot; vermisst wird der Befragung zufolge aber Fastfood / Imbiss und Kaufhaus-Gastronomie.

Warum wird die Sonthofer Innenstadt überhaupt aufgesucht? Ein Drittel der Befragten wollte (angesprochen an einem Donnerstag) Einkaufen, weitere 25 Prozent nutzten das Dienstleistungsangbot, Ärzte, Behörden, Banken, und mehr als 13 Prozent die Gastronomie. Bezogen auf die Befragung am Samstag stiegt der Anteil der „Einkäufer“ auf 56 Prozent, während die Sparte Gastronomie-Kunde leichte Verluste verzeichnete.

Sonthofen ist im Projekt „Vitale Innenstädter 2018” der Kategorie „Ortsgröße 1” eine von 21 teilnehmenden Städten mit bis zu 25 000 Einwohnern. Ziel der Untersuchung ist es, eine aussagekräftige Datenbasis zu schaffen, um das Einkaufsverhalten in den deutschen Innenstädten möglichst aussagekräftig abzubilden. Für die aktuelle Passantenbefragung wurden in Sont- hofen an zwei Tagen (Donnerstag und Samstag) 316 Personen befragt. Das Durchschnittsalter betrug 46 Jahre.

Für Sonthofen zeigt die Befragung unter anderem auch, wie die Innenstadt erreicht wird. Ein Drittel der Besucher kommt zu Fuß, 41 Prozent mit dem PKW, immerhin 16 Prozent der Befragten gaben das Fahrrad an, und 6,6 Prozent mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Gut (nach dem Schulnotenschema) beurteilten die Befragten die Erreichbarkeit mit dem ÖPNV, PKW und Rad; befriedigend (Note 3) sei das Parkplatzangebot. Fast die Hälfte der Befragten bleibt ein bis zwei Stunden in der Innenstadt, 27 Prozent mehr als zwei Stunden; rund 23 Prozent weniger als eine Stunde. Die Hälfte besuchte dabei eines oder zwei Einzelhandelsgeschäfte, 25 Prozent mehr als drei Geschäfte.

gts

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