Internationaler Museumstag: Heimat und "das große Ganze"

Blicke auf das "Leben im Felde"

+
Stillgestanden zum Gruppenfoto. Die historische Gruppe mit Mitwirkenden aus Italien, Slowenien, Österreich und Deutschland zeigte beim Internationalen Museumstag in Sonthofen die Uniform der Gebirgssoldaten des Ersten Weltkrieges und gab auch interessante Einblicke in den Alltag „im Felde“, wie es damals beschönigend hieß.

Alle Register zogen die Oberallgäuer Museen am Internationalen Museumstag. Während sich das Allgäuer Bergbauernmuseum am Mutter- und Museumstag „herzlich“ präsentierte, zeigte das „Gebirgsjägermuseum“ in der Grüntenkasere die Entwicklung der Truppengattung in den vergangenen 100 Jahren auf.

Das einzige „Gebirgsjägermuseum“ in Deutschland besteht seit 25 Jahren und ist in der Sonthofer Grüntenkaserne untergebracht. Aus Anlass dieses Jubiläums stellte die Truppenkameradschaft ein außergewöhnliches Programm zusammen. Neben den Führungen durch die Sammlung durch den profunden Kenner der Gebirgstruppen-Geschichte, Dieter Bischoff, gab es eine Fahrzeugschau und eine historische Gruppe zeigte die Uniformen und Ausrüstung der Gebirsgjäger im Ersten Weltkrieg.

Zur Museumsrallye hatten die Sonthofer Museen eingeladen am Internationalen Museumstag. im Heimathaus, im Mini-Mobil-Modellmuseum, im Museum der Schirme und in der Sammlung der Gebirgstruppe wurden dabei Stempel gesammelt – und viel Wissenwertes und Interessantes entdeckt. 

An die Anfänge des Skisports erinnerte die Sonderausstellung „Der Ski im Allgäu“ im Bergbauernmuseum in Immenstadt-Diepolz. Und eine fast „verwandte Facette“ des Themas griffen die Organisatoren in der Sammlung der Gebirgstruppe in Sonthofen auf: Im Ersten Weltkrieg verlief eine Front quer durch die Alpen, und vor allem die Dolomiten wurden zum Schauplatz des Krieges. Eilig aufgestellte Gebirgstruppen aus Deutschland und Österreich lieferten sich mit italienischen Gebirgssoldaten einen erbitterten Stellungskrieg. Sonthofen und das Oberallgäu waren während des Krieges eine Art Truppenübungsplatz für die neu aufgestellten Verbände bekamen hier ihren „letzten Schliff“ vor dem Einsatz. 1915 wurde Sonthofen zur Garnisonstadt und „Wiege“ der deutschen Gebirgsartillerie. 

Einen authetischen Eindruck vom „Leben im Felde“, wie damals der Kriegseinsatz eher verniedlichend umschrieben wurde, zeigte eine historische Gruppe in den Uniformen der Gebirgssoldaten. „Ein wirklicher Blickfang“, freute sich Dieter Bischoff vom „Gebirgsjägermuseum“, der bei Führungen die Sammlung erläuterte und kaum bekannte Zusammenhänge und Hintergründe aufzeigte. Das einzige Museum dieser Art in Deutschland wurde 1993 in der Grüntenkaserne in Sonthofen eröffnet und konnte am Internationalen Museumstag sein 25-jähriges Bestehen feiern.

Historische Gruppe im Gebirgsjägermuseum

 © Josef Gutsmiedl
 © Josef Gutsmiedl
 © Josef Gutsmiedl
 © Josef Gutsmiedl
 © Josef Gutsmiedl
 © Josef Gutsmiedl
 © Josef Gutsmiedl
 © Josef Gutsmiedl
 © Josef Gutsmiedl
 © Josef Gutsmiedl
 © Josef Gutsmiedl
 © Josef Gutsmiedl
 © Josef Gutsmiedl
 © Josef Gutsmiedl
 © Josef Gutsmiedl
 © Josef Gutsmiedl

gts

Auch interessant

Meistgelesen

Babyglück im Allgäu
Babyglück im Allgäu
"Jesus selber ist das Ja"
"Jesus selber ist das Ja"
Verkaufsoffener Sonntag: Allianz erwägt Klagen gegen Kommunen
Verkaufsoffener Sonntag: Allianz erwägt Klagen gegen Kommunen
Blicke auf das "Leben im Felde"
Blicke auf das "Leben im Felde"

Kommentare