Engpässe in der Altenpflege - Interview mit Verena Fleischer von der AllgäuPflege

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Verena Fleischer ist stellvertretende Geschäftsführerin der AllgäuPflege GmbH.

Allgäu – Altenpflegekräfte werden dringend gesucht. Sowohl in stationären Einrichtungen als auch in der ambulanten Pflege zeichnen sich Pflegeengpässe ab. Hinzu kommt, dass das Berufsbild Pflege insgesamt ein schlechtes Image hat.

Allgemein wird gerne geklagt über schlechte Arbeitsbedingungen und geringe Bezahlung. Doch stimmt das? Wir sprachen mit Verena Fleischer, stellvertretende Geschäftsführerin der AllgäuPflege gGmbH.

Frau Fleischer, steht der Beruf zu Recht in einem schlechten Licht?

Fleischer: „Klares Nein. Wir brauchen einen neuen Blick auf die Pflege. Es ist ein höchst anspruchsvoller Beruf, der absolut zukunftssicher ist und sehr attraktive Berufsperspektiven bietet. Mit der Ausbildung zur Altenpflegerin oder zum Altenpfleger entscheidet man sich für einen sinnvollen Beruf. Es ist eine Tätigkeit, bei der man seine Persönlichkeit einbringen und sich verwirklichen kann. Man arbeitet eigenverantwortlich, kreativ und selbstständig. Darüber hinaus hat man die Möglichkeit sich berufsbegleitend weiter zu qualifizieren oder auch ein Pflegestudium aufzunehmen. Dies eröffnet vielfältige Aufstiegsmöglichkeiten wie z.B. zur Pflegedienstleitung oder Einrichtungsleitung.“

Bietet die AllgäuPflege auch Quereinsteigern und Älteren eine Chance zum beruflichen Neuanfang?

Fleischer: „Selbstverständlich. Es ist der AllgäuPflege ein besonderes Anliegen, reiferen Menschen als auch Quereinsteigern eine Chance zum beruflichen Neuanfang zu geben. Wir bilden sie zu Pflegehelfern, Pflegefachhelfern als auch zu Altenpfleger aus. Beispielsweise haben wir eine Mitarbeiterin, die ihre Ausbildung zur Altenpflegerin erst mit 50 Jahren begonnen hat und einen ganz hervorragenden Job macht.“

Wie viel verdient ein Altenpfleger? Entlohnt die AllgäuPflege ihre Mitarbeiter nach Tarif?

Fleischer: „Die AllgäuPflege bietet ihren Mitarbeitern eine gute Bezahlung zuzüglich Sonderzahlungen. Der Verdienst ist angelehnt an den Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes (TVÖD). Auch im Vergleich zu anderen sozialen Berufen verdient man bei uns sehr gut.

Wer nach der Ausbildung ein paar Jahre im Beruf ist, erhält im Schnitt monatlich um die 2800 Euro brutto. Besonders attraktiv ist die AllgäuPflege für Pflegefachhelfer (1-järige Ausbildung), die abwechselnd in die Schule gehen und in unseren Einrichtungen praktisch arbeiten. Obwohl wir dieses Praktikum gar nicht bezahlen müssten, erhalten unsere Pflegefachhelfer durchgängig, auch während der Schule, das gleiche Gehalt wie unsere dreijährigen Azubis im ersten Ausbildungsjahr. Das sind zur Zeit 1.040 Euro brutto monatlich. Aufgrund dieser freiwilligen Bezahlung sind wir als Ausbildungsbetrieb auch für Pflegefachhelfer sehr attraktiv.“

Was macht den Beruf des Altenpfleger bei der AllgäuPflege attraktiv?

Fleischer: „Als Altenpfleger oder Altenpflegerin haben sie bei AllgäuPflege nicht nur die Möglichkeit im Pflegeheim zu arbeiten, sondern auch in der ambulanten Pflege oder in der Tagespflege. Wir kümmern uns intensiv um die berufliche Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter und unterstützen mit besonderen Arbeitszeitmodellen die Bedürfnisse unserer Mitarbeiter nach einem ausgewogenen Verhältnis von Beruf- und Privatleben.

Selbstredend stehen wir für ein angenehmes Arbeitsklima, sehr gute Verdienstmöglichkeiten sowie attraktive Bonus- und Gesundheitsprogramme .

Nicht umsonst sind wir zum attraktiven Arbeitgeber 2016 prämiert worden“.

cis

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