Grünten BergWelt: Tourismus mit Zukunft

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Die Oberallgäuer Unternehmerfamilie Hagenauer sieht angesichts der vergangene Woche in Kranz- egg durchgeführten Aktion „Rote Linie“ keineswegs rot, sondern zeigt Verständnis für die Sorgen und Bedenken vieler Mitbürger, wenn es um die Wahrung der Natur geht.

Der Grünten mit dem Projekt „Grünten BergWelt“ könnte geradezu ein Paradebeispiel für eine nachhaltige Tourismus- entwicklung darstellen. „Der Grünten ist allerdings das falsche Beispiel, an dem sich der Protest gegen Umweltverschmutzung und CO2-Belastung festmacht“, betont Anja Hagenauer in einer Stellungnahme. „Es muss auch in Zukunft möglich sein, Tourismus umweltverträglich und nachhaltig zu gestalteten“, betont sie. „Und gerade das sehen unsere Pläne am Grünten vor.“ Wenn statt sieben veralteter Dieselaggregate künftig effiziente Elektromotoren eingesetzt würden, wenn drei neue Anlagen sieben alte ersetzen, sei dies ein echter Gewinn für die Umwelt. Weder sei am Grünten, wie in den Leitbildern der Bürgerinitiative „Rettet den Grünten“ beschrieben, ein „Rummelplatz“ geplant, noch verursache die neue Grünten-Gondel, wie im Leitbild ebenfalls moniert, ein „Sicherheitsrisiko für die bestehenden Wege im Gipfelbereich“. Das Gegenteil sei der Fall. „Wir planen, beim Wegekonzept“, so Anja Hagenauer, „ausdrücklich auf die alpine Gefahr in diesem Bereich hinzuweisen und die Menschen nicht in diese Richtung zu lenken.“ Wer ein Projekt wie die Grünten BergWelt in Gänze ablehne, müsse sich aber auch die Frage stellen, wie Tourismus im Allgäu künftig betrieben werden solle und wie er gestärkt werden könne, wo er doch die wirtschaftliche Basis der Region darstelle, so Anja Hagenauer.

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