Hoffnung auf die magische Zahl

Inzidenz unter 100: Lockerungen in Bayern

Weingläser
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Bei einer stabilen 7-Tage-Inzidenz von unter 100 darf die Außengastronomie unter Hygieneauflagen öffnen.

Bayern — Die zur Zeit sinkenden Coronafallzahlen haben die Bayerische Regierung zu Lockerungen ab einer stabilen Inzidenz von unter 100 bewegt. Teilweise treten die Regelungen schon ab Montag in Kraft.

„Die Zahl der täglichen Neuinfektionen ist leicht rückläufig und die Zahl der Impfungen ist deutlich angestiegen. Vor diesem Hintergrund gelten zwei Prinzipien. Erstens: Die Infektionszahlen müssen weiter gesenkt werden. Die Regelungen der Notbremse bleiben deswegen in Kraft. Nur so können die Intensivstationen entlastet werden. Zweitens: Geimpfte und Genesene müssen ihre Grundrechte wieder weitergehend ausüben können, denn von ihnen gehen weniger Ansteckungsrisiken aus“, heißt es im Sitzungsbericht der Bayerischen Staatskanzlei, Lockerungen könnten nun „vorbereitet werden.“

Lockdown verlängert, aber Freiheiten für Geimpfte und Genesene

Die 12. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung und die Einreisequarantäneverordnung werden jeweils bis einschließlich 6. Juni 2021 verlängert.

Bayern stellt bereits seit Donnerstag, 6. Mai – und damit früher als der Bund – vollständig Geimpfte und Genesene in vollem Umfang negativ Getesteten Personen gleich.

Inzidenz unter 100: Außengastronomie darf öffnen

In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen 7-Tage-Inzidenz unter 100 bzw. unter 50 darf Außengastronomie geöffnet haben. Gäste brauchen einen aktuellen negativen Coronatest. Sperrstunde ist um 22 Uhr. Hygienekonzepte und Abstandsregelungen werden vorausgesetzt. Selbiges gilt für Theater, Konzert- und Opernhäuser und Kinos.

Inzidenz unter 100: Pfingsturlaub in greifbarer Nähe

Touristische Angebote werden in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen 7-Tage-Inzidenz unter 100 ab Freitag, 21. Mai, wieder zugelassen. Dazu zählen Hotels, Ferienwohnungen und -häuser sowie Campingplätze Die Staatsministerien für Gesundheit und Pflege sowie für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie werden dem Ministerrat für seine nächste Sitzung hierfür ein entsprechendes Konzept (u. a. Terminvereinbarungen, 48 Stunden Tests, Abstands- und Hygienemaßnahmen) für inzidenzabhängige Öffnungen vorschlagen.

Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie wird zudem ein Tourismusprogramm zur Überwindung der Folgen der Coronakrise und einem Neustart der Branche entwickeln.

Anpassung an Bundes-Notbremse: Das gilt für Bayerische Schulen

Ab Montag, 10. Mai 2021 findet für die 1. bis 3. Klasse der Grundschule sowie die 5. und 6. Klasse der Förderschule in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz unter 165 Präsenzunterricht (mit Mindestabstand) oder Wechselunterricht statt. Die Ausnahmeregelung für Abschlussklassen gilt weiterhin. Bayern ging bisher strenger vor und erlaubte Präsenzunterricht erst ab einer Inzidenz von unter 100.

Ab dem 7. Juni 2021 wird in Bayern an allen weiterführenden Schulen in Gebieten mit einer 7-Tage-Inzidenz kleiner 165 Präsenzunterricht (mit Mindestabstand) oder Wechselunterricht zugelassen.

Hundeschulen werden ebenfalls ab dem 10. Mai in Gebieten mit einer 7-Tage-Inzidenz unter 165 wieder zugelassen.

Inzidenz unter 100: Körpernahe Dienstleistungen möglich / Ausgangssperre bleibt

Ab Montag, 10. Mai werden alle bisher noch geschlossenen körpernahen Dienstleistungen in Gebieten mit einer 7-Tage-Inzidenz unter 100 unter den bereits heute für Friseure und Fußpfleger geltenden Bedingungen wieder zugelassen (Mindestabstand, Hygienekonzept, FFP2-Maskenpflicht, Quadratmeter je Kunde etc.).

Die Regelungen über die nächtliche Ausgangssperre gelten bis zum 6. Juni unverändert fort. Ab dem 7. Juni 2021 wird für die nächtliche Ausgangssperre in Gebieten mit einer 7-Tage-Inzidenz größer 100 die Regelung der Bundes-Notbremse übernommen.

Inzidenz über 100: Diese Regeln gelten für die Landkreise und kreisfreien Städte

Bei einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 gelten weiterhin die modifizierten Regelungen der Bundes-Notbremse. Das heißt Restaurants, Hotels und körpernahe Dienstleister bleiben geschlossen. Ladengeschäfte der körperfernen Dienstleistungsbetriebe und der Handwerksbetriebe dürfen inzidenzunabhängig öffnen.

Die aktuellen Inzidenzwerte und Meldungen für das Oberallgäu finden Sie in unserem Corona News Ticker.

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