"Wir haben das Original"

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Angelika Soyer (rechts) und Michaela Lang (von links) von „Mir Allgäuer“ sprachen mit dem Oberallgäuer Landrat Anton Klotz, seiner Landratskollegin aus dem Ostallgäu, Rita Maria Zinnecker, und Vize-Landrat Helmut Koch aus dem Unterallgäu über den Boom beim Urlaub auf dem Bauernhof im Allgäu.

Mit einem Jubiläumsfest verband der Verein „Mir Allgäuer – Urlaub auf dem Bauernhof“ seine jüngste Mitgliederversammlung. 15 Jahre „Mir Allgäuer“ spiegle eine feiernswerte Erfolgsgeschichte wider, wie die Grußwortredner betonten. 

Der Verein „Mir Allgäuer“ wurde vor 15 Jahren als Unterorganisation des Dachverbandes „Urlaub auf dem Bauernhof in Bayern“ gegründet. Der Beginn einer Entwicklung, die Angelika Soyer in ihrer Bilanz als Erfolgsgeschichte bezeichnete. Damals stand alles im Zeichen der Professionalisierung, um den Betriebszweig Urlaub auf dem Bauernhof voran zu bringen. Die Anbieter sollten kompetente Hilfestellung erhalten und dabei unterstützt werden, die wirtschaftliche Situation der Bauernhofe auf Dauer zu verbessern. Derzeit gehören dem Verein mehr als 500 Mitgledsbetriebe aus den Allgäuer Landkreisen an. Die meisten Betriebe sind typische Allgäuer Milchviehbetriebe, aber auch neue „Sparten“ sind dabei, etwa Wellness- oder Käuterhöfe und Wein- und Obstbaubetriebe.

Und der Urlaub auf dem Bauernhof boomt – vor allem im Allgäu und in Südbayern. Die Gäste seien in der überwältigenden Mehrheit zufrieden mit ihren Gastgeberbetrieben, deutete die Erste Vorsitzende in ihrem Blick auf die Situation an: 95 Prozent der Bewertungen seien positiv.

Das Qualitätsbewusstsein wird bei „Mir Allgäuer“ seit jeher groß geschrieben.Zu Recht, wie Angelika Soyer unterstrich. Dieser Qualitätsanspruch müsse sich aber auch im Preis niederschlagen. „Viele sind zu billig mit ihrem Angebot“, appellierte sie an die Mitglieder. Das schade auf Dauer, etwa im Hinblick auf notwenige Investitionen. Und auch, was die Bereitschaft der Hofnachfolger angehe, den Betrieb mit dem Segment Urlaub auf dem Bauernhof fortzuführen. „Wenn die Jungen sehen, dass dabei Geld verdient wird, ist die Bereitschaft viel größer.“ Eine 4-Sterne-Ferienwohnung dürfe nicht billiger sein als der Campingplatz, brachte Soyer die Messlatte auf den Punkt.

In mehreren „Heuballen-Runden“ diskutierten die beiden Vorsitzenden von „Mir Allgäuer“ Angelika Soyer und Michaela Lang mit Vertretern der Landwirtschaftsverwaltung und Kommunalpolitikern über die „Rezepte“ des Erfolges des Verbandes und über die touristischen Perspektiven von Urlaub auf dem Bauernhof. So will der Oberallgäuer Landrat Anton Klotz „alles tun“, damit die bäuerlichen Strukturen im Allgäu erhalten bleiben: „Das Allgäu und der Tourismus hier leben von der Land- und Alpwirtschaft.“ Darüber hinaus müsse man den Familien auf den Bauernhöfen auch Entwicklungsmöglichkeiten einräumen, um die Hofnachfolger vor Ort zu halten. Er jedenfalls wolle alles tun, um Verbände und Behörden zu motivieren, die Spielräume des Baurechtes im Sinne der bäuerlichen Landwirtschaft auszuschöpfen.

Die beste Werbung, gerade in Sachen Urlaub auf dem Bauernhof, sei nun einmal die Mund-zu-Mund-Propaganda, fand der Stellvertretende Landrat im Unterallgäu, Helmut Koch. Und die Ostallgäuer Landrätin Rita Maria Zinnecker ergänzte: „Es muss heißen: Da muss ich hin! Das ist der schönste Platz in ganz Deutschland, die schönste Landschaft!“

Es gelte, die Besonderheiten zu betonen, die der Urlaub auf dem Bauernhof biete, ergänzte Angelika Soyer. Das sei ein „Schatz“ und genau das, was viele Menschen in ihrem Urlaub suchten: „Wir haben die echte Welt, das Original!“ Das Interesse bei den Gästen, auf diese Weise hinter die „Kulissen“ der bäuerlichen Landwirtschaft zu blicken, sei groß.

gts

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