40 Jahre Schaber Trachtenmoden in Immenstadt

1 von 16
2 von 16
3 von 16
4 von 16
5 von 16
6 von 16
7 von 16
8 von 16

Mit einem festlichen Abend rundete das Immenstädter Traditionsunternehmen Schaber Trachtenmoden sein Jubiläumsjahr zum 40-jährigen Bestehen ab. Humorvoll und lebendig skizzierten das Allgäuer Impro-Theater „Die Wendejacken“ sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Unternehmensgeschichte. 

Er habe jetzt ein ganz gutes Gefühl, bekräftigte Anselm Schaber in seinem Schlusswort des Festabends. Die Unternehmensnachfolge in den Personen von Sohn Tobias und Schwiegertochter Lisa sei „ein Segen“. Die Beiden seien „mit Herz, Hirn und Kompetenz“ dabei. „Hier ist Zukunft. Hier wird Zukunft gelebt.“ 

„Ein echter Allgäuer durch und durch“, brachte der Oberallgäuer Landrat Anton Klotz seine Würdigung für Anselm Schaber auf den Punkt. Klug, entschlossen und zielgerichtet habe Schaber das Familienunternehmen aufgebaut, weiterentwickelt und stets am Puls der Zeit gehalten. Qualität, Service und Traditionsbewusstsein habe Schaber Trachtenmoden zu einem der renommiertesten Unternehmen der Branche im Allgäu und in Südbayern gemacht. 

„Sie tun der Stadt gut“, würdigte Immenstadts Zweiter Bürgermeister Herbert Waibel die Erfolgsgeschichte und Schabers großes Engagement für Immenstadt. Schaber habe sich nicht mit schneller Kritik zufrieden gegeben, sondern stets konkrete Vorschläge und Lösungen eingebracht. 

Erfolgreich und gut aufgestellt sei das Familienunternehmen Schaber, meinte Stefan Sprinkart von der IHK Schwaben. Ein Beweis, dass der Einzelhandel erfolgreich sein könne trotz der Konkurrenz durch den Online-Handel. Stets habe Firmengründer Anselm Schaber über den Tellerrand des eigenen Geschäftes hinaus gedacht und sich für die Branche und die Stadt Immenstadt engagiert. 

Das Handel treiben, das Geschäfte machen, lag dem jungen Anselm Schaber offenbar im Blut. Als Jugendlicher hatte Schaber Stallhasen verkauft. Als Student verdiente er sich Geld mit dem Verkauf von Hüten, Gamsbärten und Anstecknadeln auf Volksfesten und Viehscheiden in der Region. Richtig los ging es mit dem Trachtengeschäft im Jahr 1979. Kopfschütteln erntete Schaber dann 1988, als er das Unternehmen nach Immenstadt verlegte, wo es damals bereits fünf Trachtengeschäfte gab. „Wo Fünf sind, hat ein guter Sechster auch Platz“, sei Schabers optimistische Devise gewesen, ließen die Akteure der „Wendejacken“ in einem ihrer Sketche durchblicken. Der Erfolg habe ihm offenbar Recht gegeben, so Anselm Schaber: „Heute ist keiner mehr da.“ 

Und Schaber krempelte das altbackenen, konservative Image der Trachtenmode-Branche um, griff den Landhaus-Stil der 1990-er Jahre genauso mutig und engagiert auf wie später den „Alpinen Lifestyle“. Längst ist Schaber weit üb er die Region hinaus eine „gute Adresse“ für Gastro-Kleidung oder Vereinsausstattung. Das „Herz des Unternehmens“ seien die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, so Anselm Schaber. Inzwischen gehören 35 Frauen und Männer zum schlagkräftigen Team, die letztlich die Firma Schaber zu dem gemacht hätten, was sie heute sei. Seiner Gattin Luzia, die „Seele des Unternehmens“, so Anselm Schaber , überreichte er 40 Rosen. 

Mit einer pfiffigen Modenschau quer durch 40 Jahre Firmengeschichte rundeten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Jubiläumsabend ab. Sogar einige Requisiten aus den turbulenten Jahren des Hutverkaufs in den 1970ern wurden dazu aus dem Archiv der Firma geholt, oder das festliche Kleid, das die Chefin zur Eröffnung des Geschäftes in Immenstadt trug.

Josef Gutsmiedl

Auch interessant

Meistgelesen

Nikolausballonstart in Sonthofen
Nikolausballonstart in Sonthofen
Umfrage zur Barrierfreiheit beim ÖPNV
Umfrage zur Barrierfreiheit beim ÖPNV
Verdeckte Feinheiten
Verdeckte Feinheiten

Kommentare