Sonthofer Stadtrat hat große Pläne für's neue Jahr

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Gute Nachrichten von Sonthofens Bürgermeister Christian Wilhelm: Der Schuldenabbau der Stadt schreitet schneller voran als geplant.

Mit einem herzlichen „Danke“ an den Stadtrat und die Stadtverwaltung für ihre Arbeit und ihr Engagement beendete Bürgermeister Christian Wilhelm die letzte Stadtratssitzung des Jahres. Zuvor hatte er in einem kurzen Jahresausblick über die Herausforderungen und Pläne des kommenden Jahres berichtet.

Zu Beginn des Jahresausblicks konnte Sonthofens Erster Bürgermeister Christian Wilhelm mit einer guten Nachricht aufwarten: Die Kreisstadt hat es geschafft, ihre Schulden schneller als erwartet abzubauen: Stand 17. Dezember 2018 lagen die Schulden der Stadt bei „nur“ noch 29,67 Millionen Euro. „Nur“, da sich der Stadtrat zu Beginn seiner Amtszeit im Jahr 2014 vorgenommen hatte, erst im Jahr 2020 die 30-Millionen-Marke zu knacken. Nicht zuletzt dank des „starken Miteinanders“ von Stadtrat und Verwaltung, so Wilhelm – in allen Belangen der kommunalen Arbeit – konnte die Stadt innerhalb von nicht einmal fünf Jahren den Schuldenberg um rund 6,8 Millionen Euro verringern. Leider, so Wilhelm, müssten auch in Zukunft neue Schulden gemacht werden, da die Stadt vielerlei Aufgaben zu erledigen habe. 

In seinem Jahresausblick auf 2019 ging Wilhelm auf einige Projekte ein, die die Stadt im kommenden Jahr anpacken will. Beim Thema „Radstadt“ stehen bereits im kommenden Jahr die Planung und der Bau einer Fahrradstraße in der Schillerstraße bis zur Nordstraße auf dem Plan. Auch das Radwegenetz wird erweitert, unter anderem durch die Ausweisung von roten Schutzstreifen wie beispielsweise in der Berghofer Straße. Zudem plant die Stadt, rund 10 000 Euro in Mountainbike-Strecken zu investieren.

Bis 2020 sollen die Kreuzung am Schiff und die Traubekreuzung sowie die Marktstraße ausgebaut werden, auch die Kurve an der Kapelle Imberg, der Entschenburgweg und die Berg­straße stehen für die kommenden zwei Jahre auf der Liste der geplanten Baumaßnahmen. Außerdem soll der Bahnübergang am Altstädter Bahnhof ausgebaut werden und das „Nadel­öhr“ Brücke Immenstädter Straße wird erneuert und die Straße verbreitert. Den Eidechsen, die im Brückengemäuer leben, wird natürlich, so Wilhelm, neuer Lebensraum zur Verfügung gestellt. 

Im Januar will der Stadtrat über die endgültigen Planungen zum Mobilitätszentrum am Bahnhof abstimmen. 2019 sollen dann die Umbaumaßnahmen beginnen, die Planungen für ein Parkhaus vorangetrieben sowie die gewerblichen Flächen erschlossen und verkauft werden. Außerdem soll der Verkauf des Bahnhofsgebäudes vorbereitet werden. 

Auch die Konversion steht im kommenden Jahr weiter auf dem Plan, in diesem Bereich werden Entwicklungsmaßnahmen untersucht, Kaufpreisverhandlungen geführt und nach Finanzierungsmöglichkeiten gesucht. Das mit der Konversion verbundene Thema Landesgartenschau soll mit einem Grundsatzbeschluss zur Durchführung auf den Konversionsflächen in der Januar-Sitzung des Stadtrates vorangetrieben werden. 

Thema Breitbandausbau: inzwischen sind 99,7 Prozent Sont­hofens abgedeckt, die fehlenden 14 Haushalte in Imberg sollen schnellstmöglich mit angebunden werden. 

Im Haus Oberallgäu und der Markthalle müssen in den kommenden Jahren diverse Baumaßnahmen in Angriff genommen werden, da gerade im Bereich Brandschutz gravierende Mängel vorliegen. Im Haus Oberallgäu muss zudem die Haustechnik erneuert und energetische Sanierungen vorgenommen werden. Laut Wilhelm sind wegen der schlechten Bausubstanz der Markthalle umfangreiche Sanierungen als unwirtschaftlich einzuschätzen. Die Marktanger-Tiefgarage bedarf einer umfangreichen Sanierung, die 2020 und 2021 in Angriff genommen wird. 

Investieren will die Stadt unter anderem in einen Erweiterungsbau des Feuerwehrgerätehauses Berghofen und in die Schulen der Stadt – beim Gymnasium ist noch nicht klar, inwieweit sich der Raumbedarf durch die Wiedereinführung des G9 ändern wird und welche Förderungen der notwendigen Anbaumaßnahmen zu erwarten sind. 

Ein großes Projekt ist der Umbau des Heimathauses zum „Stadtmuseum“. Derzeit laufen die Vorbereitungsmaßnahmen, die Stadt sucht eine museumsfachliche Projektleitung und einen Verfahrensbetreuer für die Ausschreibung. Baubeginn soll im Frühjahr 2020 sein.

eva

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