Vor drängenden Proplemen

Zu einer gemeinsamen Jahresabschlussversammlung hatten Michael Bausch, Vorsitzender der CSU in Missen-Wilhams (links) und Hans Konrad, Vorsitzender der CSU in Weitnau, eingeladen.

Missen-Wilhams/ Weitnau – Bei der Jahresabschlussversammlung der CSU Ortsverbände Weitnau und Missen-Wilhams stand die Flüchtlingsfrage im Mittelpunkt der Ansprachen der Ortsvorsitzenden Hans Konrad und Michael Bausch. „Wir brauchen Menschlichkeit und Mitgefühl“, forderte Bausch. In den nächsten Wochen schon werden die ersten Flüchtlinge in der Verwaltungsgemeinschaft erwartet.

Michael Bausch hat erst im März diesen Jahres den Vorsitz der CSU Missen-Wilhams übernommen und ist Nachfolger von Hans Konrad geworden, der zeitweise die beiden Ortsverbände Missen-Wilhams und Weitnau geleitet hat. „Wir stehen vor drängenden Problemen“, sagte Bausch. „Zuerst müssen wir die Menschen unterbringen und dann müssen wir alles daran setzen, sie zu integrieren.“ Auch der Familiennachzug müsse geregelt werden. Gleichzeitig, so forderte Bausch eindringlich, müsse die EU den Wiederaufbau in Syrien unterstützen.

Informationen zu diesem Thema lieferte Weitnaus Bürgermeister Alexander Streicher. Bis Jahresende werden 130 Flüchtlinge in der Verwaltungsgemeinschaft erwartet. Ein Helferkreis habe sich bereits formiert. „Wir sind vorbereitet“, so Streicher.

Europa habe 70 Jahre Frieden erlebt, sagte Weitnaus CSU-Chef Hans Konrad. „Heute sehen wir – das ist nicht selbstverständlich.“ Angesichts der großen Probleme, mit denen die Kommunen in dieser Zeit konfrontiert würden, sei es umso wichtiger, „dass man zusammenhält“. Mit einer gemeinsamen Veranstaltung zum Jahresende präsentierten sich die CSU-Ortsverbände Missen-Wilhams und Weitnau als Team.

Die Flüchtlingsproblematik bestimme mittlerweile die kommunalpolitische Arbeit im Landratsamt, sagte Landrat Toni Klotz. Dennoch gerieten die aktuellen Themen nicht aus dem Blick. „Wir treiben das Projekt Bildungsregion Oberallgäu voran, wir arbeiten an einem Verkehrskonzept für Straße, Schiene und ÖPNV und an der Plänen für die Regionalbahn.“ Die sei langfristig durchaus machbar. Ohne weiteres finanzierbar sei das Projekt Regionalbahn allerdings nicht.

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