EC Oberstdorf steht auf gesunden Beinen

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Der neue und alte Vorstand des ECO mit (von links) Präsident Harald Löffler, Schatzmeister Peter Bredthauer und Geschäftsführer Thomas Rossa.

Oberstdorf – Geschlossen präsentierte sich der Eissport Club Oberstdorf (ECO) bei seiner Jahreshauptversammlung. Der gesamte Vorstand wurde fast einstimmig für drei Jahre im Amt bestätigt.

Harald Löffler als Präsident, Thomas Rossa als Geschäftsführer und Peter Bredthauer als Schatzmeister wurden ohne Gegenstimmen wiedergewählt. Ralf Bohlens ist Schriftführer. Der zweitgrößte Sportverein Oberstdorfs hat etwa 500 Mitglieder und betreibt mit Eislauf, Shorttrack, Curling und Eishockey vier Abteilungen. Er ist auch ein wichtiger Umsatzfaktor für den Tourismus.

Die einzelnen Abteilungen sind mit Christian Morath (Eiskunstlauf/Eistanz), Marion Klotz (Curling), Stefan Tenzer (Shorttrack) und Stefan Fackler (Eishockey) im Vorstand mit Vizepräsidenten vertreten. Als Obleute fungieren Christiane Gertscher-Mayer (Eiskunstlauf/Eistanz), Markus Meßenzehl (Curling), Martin Beiser (Shorttrack) und Markus Scholz (Eishockey). Nur beim Eishockey gab es wenige Gegenstimmen und Enthaltungen. Der Verein steht auf einem gesunden finanziellen Fundament, konnte Schatzmeister Bredthauer berichten, der auch mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet wurde.

Der neue und alte Präsident sprach von einem – wie gewohnt – sehr erfolgreichen Sportjahr 2016/2107. Die Belastbarkeit der Ehrenamtlichen habe allerdings die Grenze erreicht. Marktgemeinde und Sportamt sollten sich Gedanken machen, wie diese Belastung zukünftig verringert werden kann, so Löffler. Es werde immer schwieriger, Mitglieder für die Vorstandschaft zu gewinnen. Er nannte die Obleute „die Motoren des Vereins, die hervorragende Arbeit leisten“. Inzwischen könne man in allen Abteilungen auf die Erfahrung und Unterstützung ehemaliger Athleten und Funktionäre zurückgreifen. „Gemeinsam sind wir stark“, beschwor Löffler die Zusammenarbeit aller Gruppen. Sein Dank ging an alle, die den Verein unterstützen. Insbesondere an die Sportler, Trainer, Betreuer und Eltern, ohne die der sportliche Betrieb nicht aufrecht zu erhalten wäre. „Unser Ziel für die nächsten Jahre ist die Förderung des Nachwuchses und noch mehr Kinder für den Eissport zu begeistern“, setzt Löffler auf die Jugendarbeit. Auch sollen mehr größere Meisterschaften nach Oberstdorf geholt werden.

Shorttrack-Obmann Beiser konnte gute Ergebnisse seiner Athleten verkünden. Er beklagte, die „unterirdische Förderung“ der Sportler durch den Verband, auch was das Pendeln von Luca Löffler und Anna Beiser zwischen Dresden und Oberstdorf betreffe. „Ohne die Unterstützung des Vereins und der Gemeinde könnten wir das nicht schaffen“. Mit Christoph Milz habe man einen hervorragenden Trainer gefunden. Für die Zukunft müsse man überlegen, wie man den Nachwuchsbereich neu aufstellen kann ohne die jungen Sportler zu verheizen.

„Im Jugendbereich bewegt sich zur Zeit unheimlich viel“, berichtete Meßenzehl vom Curling, wo man grenzüberschreitend mit dem Kleinwalsertal an dem Projekt „Schul-Projekt Curling 2.0.“ arbeitet. So habe man zuletzt die Bayerische Meisterschaft bei den Juniorinnen mit einer ganz jungen Mannschaft gewonnen. Aktuell geht es bei den Senioren noch darum, die Startplätze für die Olympischen Spiele in Seoul zu erobern.

Auch Obfrau Gertscher-Mayer von der Abteilung Eislauf/Eistanz konnte von guten Ergebnissen in der letzen Saison berichten. Aushängeschilder sind hier die Vize-Welt- und Europameister Aljona Savchenko und Bruno Massot. Das Eistanzpaar Kavita Lorenz und Joti Polizoakis ist ebenfalls auf dem Sprung nach Olympia. Mit den Bavarian-Open, bayerischen Jugendmeisterschaften und dem ISU-Adult Wettbewerb geht es im nächsten Jahr im Eislaufzentrum Schlag auf Schlag weiter. „Bei Großveranstaltungen wie den Bavarian-Open stoßen die Helfer an ihre Grenzen“, lobte sie den Einsatz der Ehrenamtlichen.

Nachdem der Spielbetrieb beim Eishockey vor ein paar Jahren noch auf der Kippe stand, gelang es mit einer jungen Mannschaft und durch eine Kooperation mit dem EC Sont­hofen wieder durchzustarten. Was in der Saison 2016/2017 für den 4. Tabellenplatz reichte. Trainiert wird das Team aktuell von dem Ex-Spieler Erik Fabian.

Otto Mäx Fischer berichtete über die Marketing-Aktivitäten des Vereins. Mit dem Projekt „Partner des Eisports“ sei ein einheitliches Marketingkonzept auf die Beine gestellt worden, mit dem neue Werbepartner gewonnen werden konnten. Das ganzheitliche Konzept setzt auf klare Vereinbarungen mit den Partnern und verknüpft alle Werbemittel bis hin zu der Vereinszeitung „Eiszeit“. „Wir verkaufen Kommunikationspakete“, so Fischer. Was sich deutlich in mehr Einnahmen in diesem Bereich nieder schlägt. „Man sieht hier, was man mit einem professionellen Auftritt erreichen kann“, so Geschäftsführer Rossa, der den Abend moderierte.

Dritter Bürgermeister Gerhard Schmid überbrachte die Glückwünsche der Gemeinde. „Ihr seid ein Glücksgriff“, lobte er die „Super-Arbeit“ der ECO-Verantwortlichen. Was dem Verein noch dringend fehle, sei eine Turnhalle und ein Aufwärmraum für die Sportler, so der Präsidentenwunsch an die Gemeinde. Auch um den Stützpunkt zu erhalten und zu stärken.

Heinrich Bonert

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