Jeder Einsatz ist anders

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (2. von links), Regimentskommandeur Tim Richardt (Mitte) und Sonthofens Zweiter Bürgermeister Harald Voigt übergaben das Ortsschikd der Kreisstadt an Vertreter der 3. Kompanie.

Mit einem feierlichen Appell auf dem Marktanger in Sonthofen wurden mehr als 60 Soldaten der 3. Kompanie des ABC-Abwehrregiments 750 „Baden“ verabschiedet, die demnächst ihren Auslandseinsatz antreten werden. Zur Verabschiedung war Bayerns Innenminister, Joachim Herrmann in die Kreisstadt gekommen.

Sonthofens Zweiter Bürgermeister, Harald Voigt, erinnert an das ausgesprochen gute Verhältnis zwischen der Bevölkerung und der Bundeswehr in Sonthofen. Für die Stadt sei der Bundeswehrstandort sehr wichtig, so Voigt weiter. „Es ist gut zu wissen, dass es in der Stadt einen Partner gibt, auf den man zählen kann“, brachte er das langjährige gute Miteinander von Bundeswehr und Stadt auf den Punkt. Die 3. Kompanie des ABC-Abwehrregiments 750 ist eine Art Außenstelle des Verbandes in Sonthofen. „Der Einsatz für Frieden und Freiheit endet längst nicht mehr an der deutschen Grenze“, so Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zur neuen Rolle der Bundeswehr. „Wir werden uns auch in Zukunft mit den vielen Konflikten weltweit beschäftigen müssen - ob wie wollen oder nicht.“ Sowohl der Einsatz in Afghanistan als auch im Kosovo sei eine „schwierige Herausforderung“ - auf die Soladfaten warte eine „anspruchsvolle Aufgabe“, so der Inneminiuster weiter. „Es geht darum, den Menschen nach jahren des leidens neue Hoffnung zu geben.“ Die „Kapazität und Kompetenz der Bundeswehr“ gerade auch bei der ABC-Abwehr und als Instrument des Katastrophenschutzes dürfe im Zuge der aktuellen Strukturreform nicht geschmälert werden, warnte Herrmann. Er werde sich nachdrücklich dafür einsetzen, dass die Anliegen des Katastrophenschutzes personell, technisch und finanziell angemessen berücksichtigt würden. Regimentskommandeur, Oberstleutnant Tim Richardt, erinnert beim Verabschiedungsappell auf dem Marktanger an die lange Erfahrung, die das Regiment inzwischen mit Kontingenteinsätzen habe. Zuletzt waren im April 2009 Soldaten der 3. Kompanie in die Einsätze im Kosovo und in Afghanistan verabschiedet worden. „Fachliches Können und soldatische Fähigkeiten sind in beiden Einsatzgebieten gefordert und verlangen jedem einzelnen Soldaten seine uneingeschränkte Einsatzbefähigung ab“, unterstrich Richardt. Einsatz sei und bleibe fordernd und gefährlich: „Der Umgang mit Tod und Verwundung gehört dazu.“ Routine dürfe sich trotz aller Fähigkeiten und allen Könnens nicht einstellen, so Richardt weiter. „Denn Routine kann Unachtsamkeit bedeuten. Und Unachtsamkeit verursacht Fehler - und die können tödlich sein! Sie werden voll und ganz gefordert sein“, gab er seinen Soldaten mit auf den Weg. Richardt würdigte auch die persönliche Situation der Soldaten im Einsatz, der Auswirkungen auf Partner und Familien habe.

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